Intel 'Raptor Lake': Engineering-Sample zeigt Leistungs-Plus von 20%

Roland Quandt, 27.06.2022 13:48 Uhr 3 Kommentare
Die 13. Generation der Intel Core-Prozessoren könnte tatsächlich ein ordentliches Leistungs-Plus von rund 20 Prozent mit sich bringen. Dies legen Tests mit einem Engineering-Sample nahe, das dem Intel Core i9-13900 entsprechen soll. Allerdings gibt es dabei einige Einschränkungen. Das chinesische Portal EXP Review konnte offenbar ein Sample eines Chips der Intel "Raptor Lake"-Reihe ergattern, die die Nachfolge der aktuellen Intel "Alder Lake"-Familie der 12. Generation der Core-SoCs antreten soll. Die Spezifikationen des Samples sollen denen eines Chips entsprechen, der letztlich als Core i9-13900 vermarktet werden könnte, also das Spitzenmodell der neuen Reihe wäre.

Sample soll Topmodell der 'Raptor Lake'-Familie entsprechen

Bei ihren ersten Benchmark-Tests mit dem neuen Chip gab es allerdings das Problem, dass das neue SoC nur mit Normfrequenzen getestet werden konnte, so dass man mit einem sehr niedrigen Basistakt von nur 1,4 GIgahertz arbeiten musste. Auch bei dieser niedrigen Geschwindigkeit zeigten sich in den meisten Multi-Threaded-Tests aber Performance-Vorteile von rund 20 Prozent bei dem neuen "Raptor Lake"-Chip gegenüber dem zum Vergleich verwendeten Intel Core i9-12900K.

Intel 'Raptor Lake' Engineering Sample Benchmarks
Cinebench-Ergebnisse des Intel 'Core i9-13900' Engineering Samples

Das Sample des neuen "Raptor Lake"-Prozessors besitzt acht Performance- und 16 Efficiency-Cores, womit sich also die Zahl der effizienten Low-End-Cores gegenüber dem Vorgänger verdoppelt hat. Außerdem setzt der neue Chip auf modernere High-End-Kerne, die als "Raptor Cove" bezeichnet werden.

Intel 'Raptor Lake' Engineering Sample Benchmarks
Gaming-Benchmark mit dem Intel 'Core i9-13900' Engineering Sample

Während sich bei den meisten üblichen Produktivitäts-Anwendungen und -Benchmarks durchaus deutliche Leistungsgewinne zeigten, obwohl die Tests auf aktueller, nicht für den neuen Chip optimierter Hardware-Basis in Form von Mainboard und Chipsatz erfolgten, waren die Zuwächse im Gaming-Bereich mit 2-3 Prozent minimal.

In Verbindung mit entsprechend angepasster Hardware und bei den erwarteten deutlich höheren Taktraten könnte sich mit "Raptor Lake" letztlich tatsächlich ein ordentlicher Performance-Schub zeigen. Intel könnte unter anderem zum ersten Mal im Consumer-Markt die 6-Gigahertz-Marke überschreiten und damit zumindest bei den Boost-Taktraten die Nase gegenüber der kommenden AMD Ryzen 7000-Serie vorn haben. Die neue "Raptor Lake"-Familie wird im weiteren Jahresverlauf erwartet.

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