Asus & Gigabyte senken Prognosen: PC-Markt bricht ebenfalls ein

Roland Quandt, 27.06.2022 14:43 Uhr
Die stark gesunkene Nachfrage aus dem Endkunden- und Business-Markt schlägt jetzt offenbar auch im PC-Markt durch. Weil die Absatzzahlen in Folge der durch den Krieg in der Ukraine stark gestiegenen Inflation einbrechen, senken die Mainboard-Hersteller ihre Prognosen für das Jahr 2022 deutlich. Laut einem Bericht des taiwanesischen Branchendiensts DigiTimes hat die Nachfrage auch im PC-Markt stark nachgelassen. So sei es Herstellern wie Asus und Gigabyte derzeit kaum noch möglich, ihre Verkäufe durch die Bündelung von Mainboards und Grafikkarten zu steigern, da die Nachfrage bei letzteren jüngst ebenfalls stark einbrach.

Neben der hohen Inflation sorgt auch ein Rückgang der Nachfrage aus dem DIY-Markt in China dafür, dass die Lieferanten der wichtigsten PC-Bauteile derzeit deutlich weniger Produkte verkaufen als erwartet. Sie haben deshalb ihre Erwartungen für das Jahr 2022 erheblich nach unten geschraubt - sogar niedriger als vor der Coronavirus-Pandemie.

Keine Besserung der Lage durch neue AMD- & Intel-CPUs erwartet

Asus erwartet mittlerweile nur noch rund 14 Millionen Mainboard-Verkäufe, nachdem man im letzten Jahr einen Höchststand von 18 Mio. erreichte. Vor der Pandemie erreichte man zuletzt 16,4 Mio. Verkäufe, was angesichts eines schwächelnden Marktes schon keine sonderlich hohe Zahl war.

Bei Gigabyte zeichnet sich derzeit ein ähnlich schlechtes Bild. So erwartet der Konkurrent für 2022 nur noch 9,5 Mio. Mainboard-Verkäufe, nachdem man im letzten Jahr noch auf 13 Mio. Einheiten kam. Insgesamt wird der Markt für Mainboards in diesem Jahr wohl um rund 10 Mio. Einheiten schrumpfen, so die Quellen.

Selbst durch die im weiteren Jahresverlauf erwartete Einführung der neuen Prozessoren von Intel und AMD soll sich an den düsteren Aussichten kaum etwas ändern, heißt es. Der sonst übliche Nachfrageschub durch Upgrade-Kunden wird also aller Voraussicht nach ausbleiben.

Erst wenn der russsische Angriffskrieg auf die Ukraine, die Pandemie und die Auswirkungen der Inflation vorbei sind, werde sich die Lage eventuell wieder verbessern, so die Industrie. Weil die Crypto-Mining-Industrie durch die zuletzt stark gesunkenen Kurse der diversen Coins immer weniger attraktiv ist, werde es auch aus dieser Richtung keinen Ausgleich geben, heißt es weiter.

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