"Säuberungen" bei Tesla? "Woke" Mitarbeiter werden entlassen

Witold Pryjda, 21.06.2022 09:38 Uhr 68 Kommentare
Elon Musk hat sich zuletzt kritisch gegenüber liberalen und "lin­ken" Themen ausgesprochen, diese werden gerne unter "woke" zusammengefasst. Dazu kommt, dass er Entlassungen bei Tes­la an­ge­kün­digt hat - zwischen beidem scheint nun ein Zu­sam­men­hang zu bestehen. Der Tesla- und SpaceX-Chef hat vor einiger Zeit gegen Netflix geschimpft und gemeint, dass der Streaming-Dienst am "Woke Mind-Virus" leide und dieser Schuld am Nutzerschwund sei. Musk, der auch offen Donald Trump unterstützt hat, äußerte sich zuletzt auch kritisch gegenüber transsexuellen Menschen.

Parallel dazu hat der 50-Jährige vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass zehn Prozent aller Mitarbeiter bei Tesla gehen müssen - aus wirtschaftlichen Gründen nach einer langen Phase des Wachstums. Nun sind die ersten Kündigungsschreiben verschickt worden und wie Electrek berichtet, gibt es hier eine ungewöhnliche Häufung an Menschen, die sich für "woke" Themen einsetzen.

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So hat Tesla den Präsidenten der internen LGBTQ+-Community entlassen, einen Recruiter, der seit fünf Jahren im Unternehmen ist und auch drei Mal befördert wurde. Außerdem wurde ein Programmierer entlassen, der sich freiwillig für Diversität und Inklusion bei Tesla eingesetzt hat. Laut Electrek soll es auch noch weitere Entlassungen geben, die im Zusammenhang damit stehen könnten.

Zufall oder nicht?

Es ist natürlich möglich, dass das purer Zufall ist und kein Zusammenhang mit den Aussagen von Musk besteht. Allerdings hat sich der Tesla-Chef in den vergangenen Wochen immer häufiger politisch und konservativ geäußert. Er hat beispielsweise die Demokraten als "Partei des Hasses" bezeichnet und öffentlich mitgeteilt, dass er die Republikaner wählen wird.

Zuletzt hat es auch bei SpaceX Entlassungen gegeben, die mit Kritik an Musk zusammenhingen. Denn mehrere Mitarbeiter haben einen offenen Brief verfasst, in dem sie Musks öffentliches Auftreten u. a. als "Peinlichkeit" kritisierten. Die Folge: Die Verfasser wurden entlassen.
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