Aus Protest: Streamer zerstört 25.000$-Edelstein für Diablo Immortal

[o1] H3LD am 20.06. 16:34
Ist für mich wie ein Autokorso um gegen steigende Benzin Preise zu demonstrieren.
[re:1] FatEric am 20.06. 16:45
+3 -2
@H3LD: Man könnte ihm auch einfach unterstellen, die Chance genutzt zu haben um damit Aufmerksamkeit zu generieren. Zumal der Edelstein halt keinen wirklichen Wert hat. Er kann ihn ja nicht für das Geld verkaufen.
[re:1] Tical2k am 20.06. 17:36
+1 -1
@FatEric: Im Diablo-Umfeld ist Quin69 eigtl. sehr bekannt. Allein seine Builds werden zu genüge genutzt, dazu sein Feedback zu D4 zu Beginn.
Was ich von der Aktion halten soll, weiß ich dafür nicht.
Die Aktion wird Blizzard selbst kaum gesponsort haben und auch wenn er als "Entertainer" sicher genug verdient, kommt das letztendlich durch seine Zuschauer zustande (auch wenn gewisse Deals/Partnerschaften mittlerweile mehr einbringen als die Subs/Spenden & Co.).
Dann mal eben so, das Geld letztendlich verpulvern - weiß nicht, Statements kann man auch anders machen.
[re:1] IchBinsJan am 20.06. 18:05
+ -1
@Tical2k: Statements kann man auch anders machen, das stimmt! Aber hätten wir auf Winfuture.de davon gelesen, wenn sich ein neusseländischer Streamer über das Bezahlmodell eines Spiels empört?

Ich stimme [o1], dass der Weg anzuzweifeln ist, vonwegen: hier Blizzard, 15k $ für Euch, dafür deinstallier ich jetzt das Spiel, das habt ihr davon!

Konstruktiver wäre vielelicht eine Petition, in dem man in dem Spiel für 500€ oder 1000€ wirklich restlost alles bekommt. (Hier merkt man, wie einen plötzlich 500/100€ wenig vorkommen, weil das komplette Spiel ja über 100k € kostet und in Relation diese Zahlen wenig wirken). Diese Petition verlinkt man dann mit einer Internetseite kleinen Clips, die zeigen, wie lange ein Niedriglohnarbeiter für diese 500€/1000€ arbeiten müsste. Solch ein Projekt hätte man für die 15k $ auf die Beine stellen können, das es was her macht. So würde man Blizzard unter Druck setzen, um zu zeigen, das ist nicht ethisch. So war es jetzt irgendwie eine aufmerksamkeitserregende und sogleich wieder schnell verpuffende Aktion.

"Ich bin reich, also versuche ich mein Problem mit Geld zu lösen, weil damit lässt sich alles lössen. Das mein Handeln absolut Paradox sehe ich von meinem teuren Streamer Stuhl nicht (mehr)".

Was ich sagen will: die Autokorso-Analogie trifft den Nagel auf den Kopf.
[re:1] Arnitun am 21.06. 14:14
+ -
@IchBinsJan: Aber genau für diesen erst genannten Punkt war es doch gut. Ist halt die Frage ob er es deswegen gemacht hat.
Er hat Menschen regelrecht vor Augen geführt wieviel Geld sie reinstecken müssten um dann zu sagen fuck you blizzard. Nicht elegant. Aber effektiv. Nachrichtenportale berichten darüber. Im Endeffekt wird das Blizzard nicht Schaden und auch eine Petition wäre da nicht erfolgreicher gewesen.
Was Blizzard da abliefert ist auf jeden Fall eine Schweinerei und lässt tief Blicken.
[re:2] IchBinsJan am 21.06. 21:22
+ -
@Arnitun: Es wäre halt schön, wenn solche Methoden von den Konsumenten abgestraft werden würden. Aber leider nehmen wir es hin, weil wir unserer Macht, die Macht der breiten Masse, nicht bewusst sind.

So sehr schlimm ich diesen Trend, auch von Blizzard darauf aufzuspringen, finde, lässt es sich aus Dev-Studio-Sicht vielleicht sogar nachvollziehn. Die stehen ja auch unter einem gewissen Druck, dass Geld reinkommt. Die Kosten für ein Spiel sollen ja auch gestiegen sein (da aufwendiger) - so hört man es jedenfalls.

Was mich halt wirklich sauer mach ist nicht das p2w ansich, sondern, dass es quasi kein Limit gibt. Man stelle sich vor man habe 1000€ investiert, aber das Spiel lockt einen den letzten Cent aus der Tasche. Schlimm!
[o2] avril|L am 20.06. 18:03
+2 -
Wer es bis jetzt nicht geschnallt hat das das Game p2w ist, dem is eh nimma zu helfen.
[o3] Antiheld am 20.06. 18:06
+9 -1
Dieses "pay to win" Prinzip ist moralisch kriminell. Man findet Spaß an einem Spiel, möchte weiter spielen, doch dann geht es nur mit echtem Geld so richtig weiter. Hier werden die Triebe des Menschen scharmlos ausgenutzt und das legal. Das ist nur gerigfügig besser als Drogen zu dealen.

Ich hoffe dass die Spieler schlauer werden und auch dei erfolgreichen Spiele dieser Gattung irgendwann in der Versenkung verschwinden...
[re:1] IchBinsJan am 20.06. 18:13
+2 -
@Antiheld: Ich schließe mich Deiner Hoffnung an, aber befürchte das Gegenteil.

Dafür spricht der Trend der letzten 10 Jahre. Ich habe über den Playstore mal versucht hochwertige Spiele zu finden. Sprich das klassische Modell: 10/20€ zahlen dafür 5-20 Stunden Spielspaß. Das ist nicht möglich! Zumindest nicht ohne im Web explizit nach "non iap games" zu schauen (iap = in app purchases, sprich Spiele mit einem Einmalpreis). Google profitiert von dieser Herangehensweise immens und die Spiele haben gute Bewertungen weil die Generation-SMartphone daran gewöhnt ist, entweder zu zahlen oder mit dem Gefühl zu spielen, nur ein Teil des Erlebnisses zu erhalten.
[re:1] BuzzT.Ion am 20.06. 18:34
+ -
@IchBinsJan: Wir sprechen hier aber von PC/Konsolen. Und hier ist der Trend sehr zwiegespalten. Einige versuchen noch das Pay2Win Prinzip, aber denen laufen über kurz oder lang die Spieler weg. Es gibt glücklicherweise genug Alternativen und sogar Anbieter die von Pay2Win abgerückt sind. Ein Beispiel ist hier WOT. Früher die starke Munition nur mit Gold bekommen, welches man per Echtgeld kaufen musste. Nach viel Kritik lenkte der Entwickler ein. Heute bekommt diese Munni jeder, zum gleichen Kurs, ohne Echtgeld investieren zu müssen. Also es geht auch andersherum.
[re:1] IchBinsJan am 20.06. 18:46
+ -
@BuzzT.Ion: Danke für das erleuchten! Das sind ja wirklich gute Nachrichten. Ich habe mich im "Scope" der Smartphones bewegt, in dem es, wie gesagt, eher weniger rosig aussieht.

Was ich im Übrigen voll akzeptabel findet: wenn man bei einem Spiel, z. B. League of Legends macht das so, man es komplett kostenlos spielt ohne eine Einschränkung, nur die Skins, sprich das Aussehen der Charakter, kostet. Die verdienen sich damit dumm und dämlich und es ist trotzdem für jeden zugänglich (auch wenn ich das SPiel aufgrund seiner Community nicht empfehle).
[re:1] BuzzT.Ion am 20.06. 18:53
+1 -
@IchBinsJan: Wie bei LOL wird es auch bei CS:Go, WOT und anderen gehandhabt. Und genau wie du es beschreibst finde ich es auch okay. Der Spieler bekommt keinen Vorteil, sieht nur schicker aus.
Am PC ist z.B. Fifa ein sehr schlechtes Beispiel, aber dieses Spiel wird einfach gemieden.
[re:2] IchBinsJan am 20.06. 19:02
+2 -
@BuzzT.Ion: Fifa hat sich ja echt zu einer wahren Glücksspiel/Gelddruckmaschine entwickelt. Widert mich richtig an, wenn ich dran denke, wie 13 Jährigen da mit Tricks ihr Taschengeld genommen. Zum Glück interessiert mich Fussball gar nicht. Hoffe, dass die mal eine Konkurrenz bekommen!
[re:2] WinYesterday am 20.06. 18:51
+1 -
@BuzzT.Ion: Hab hier ZEN Pinball geliebt. Tische für einen fairen Einzelpreis zu kaufen und so oft spielen wie man will. Leider wurde es dann aufgegeben und im Nachfolgespiel ist genau so ätzendes, total undurchblickbares Pay2Play-Modell enthalten. Unglaublich schade. Mobile-Gaming (am Handy) kann man einfach abhaken.
[re:2] dopex am 20.06. 18:40
+1 -
@Antiheld: Kommt mir auch bekannt vor, ja. Hab auch gehört, der erste Schuss heroin ist auch immer umsonst ;)
[re:3] c[A]rm[A] am 21.06. 12:37
+ -
Haha nein. Dafür gibt es zu viele denen es zu gut geht und denen das scheiß egal ist. "Deine Armut kotzt mich an!" ;P
Alleine was ich im Bekanntenkreis schon mitbekomme was da völlig sinnfrei für Schlüssel/Boxen etc. Kohle rausgehauen wird und das sind nur die die es "ab und zu machen" lol.
Ich versuche irgendwo ein Verhältnis zwischen Spielzeit/Spaß und "Unterstützung" in Form von z.B. Seasonpass zu halten. Mal ganz davon ab mir für mehr Investition auch das Verhältnis fehlt. Siehe z.B. Riot. Was mit der Kohle für ein Spiel möglich wäre aber nope. So auch die anderen "Vertreter". Die ganzen Mehrgewinne landen leider nicht in der Entwicklung.
Dazu ist man heute bei Onlinespielen fast selbst "Mitarbeiter" der das ganze ja mit am laufen hält und dafür dann noch so abgezockt werden lol.
[o4] 4ndroid am 20.06. 18:54
+2 -
und dann ist im Artikel Werbung für den "Diablo Immortal Boosting service". Wieviele Zitzen zum Melken hat ein durchschnittlicher Gamer denn so?
[re:1] laforma am 20.06. 21:24
+ -
@4ndroid: werbung? ;)
[o5] feikwf am 21.06. 08:19
+2 -
Ob sich Blizzard je davon erholen kann?
[o6] NightStorm1000 am 21.06. 16:03
+ -
Oh ja. Super Protest. Blizzard mehrere 10 Tausend Euros in den Schlund stecken und danach den Gewinn löschen.
Blizzard ist hier ganz klar der Verlierer.
Was für ein Smoothbrain.
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