Windows 10/11: Neue BIOS-Updates lösen AMDs Stotter-Probleme

Stefan Trunzik, 13.06.2022 08:50 Uhr 27 Kommentare
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Mit neuen BIOS-Updates steuern Mainboard-Hersteller derzeit dem "Stuttering"-Problem von AMD-Prozessoren unter Windows 11 und Windows 10 entgegen. Die sporadischen Performance-Einbußen und Ruckler traten vorrangig in Verbindung mit der TPM 2.0-Funktion (fTPM) auf. Ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen, rollten Unternehmen wie Asus, MSI, Gigabyte und Co. in den letzten Wochen ihre AGESA 1207-Firmware für eine Vielzahl von Mainboard aus. Während vor allem ältere Hardware mit A320-, B350- oder X370-Chipsätzen von einer Unterstützung der neuesten AMD-Prozessoren (Zen 3) profitiert, wird im gleichen Atemzug das seit Januar 2022 bekannte "Stuttering"-Problem behoben.

Nutzer von Windows 10- und Windows 11-PCs mit aktiviertem Trusted Platform Module (TPM) stellten in Kombination mit aktuellen Ryzen-Prozessoren in der Vergangenheit einen sporadisch verzerrten Ton, stockende Mauszeiger und ein kurzzeitiges Einfrieren ihres Systems fest. Das nachfolgende Video gilt als Paradebeispiel dafür, wie der Fehler vor allem Spieler negativ beeinflussen konnte.



BIOS-Updates von Asus, MSI, Gigabyte und Co. stehen bereit

AMD bestätigte zwischenzeitlich, dass fTPM-bezogene Speicheroperationen im SPI-Flash-Speicher des Mainboard das Problem hervorrufen konnten. Aus diesem Grund entstehende "temporäre Pausen" konnten daraufhin nur durch das Deaktivieren des TPM-Moduls als Workaround verhindert werden. Nun lösen die bei vielen Mainboard-Herstellern zur Verfügung stehenden BIOS-Updates das Problem.

Auf den Support-Webseiten der Unternehmen sollte man dabei vorrangig nach Hinweisen wie "AMD AGESA V2 1.2.0.7" oder "fTPM Stuttering" Ausschau halten. Wer von den Problemen betroffen ist und nicht genau weiß, welches Mainboard in seinem Ryzen-PC verbaut ist, der kann kostenlose System-Tools wie zum Beispiel HWInfo oder CPU-Z nutzen, um den entsprechenden Hersteller- und Produktnamen zu erfahren. Bei Fertigsystemen, z.B. von OEMs wie Lenovo, Medion oder Acer, lohnt ein Blick auf die Webseite des PC-Herstellers oder die Nutzung vorinstallierter Update-Tools.

Download CPU-Z - Kostenlose Hardware-Analyse
Download HWiNFO - Kostenloses Systeminformations-Tool
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