James-Webb-Weltraumteleskop übersteht Mikrometeoriten-Einschlag

Witold Pryjda, 09.06.2022 11:43 Uhr
Ende 2021 hat sich das James-Webb-Weltraumteleskop auf den Weg in den Weltraum gemacht, dort ist es dann an seiner finalen Position angekommen und nimmt nun nach dem Absolvieren diverser Tests die Arbeit auf. Doch der "Arbeitsplatz" ist voller Gefahren, so die NASA aktuell. Rund ein halbes Jahr ist das gemeinsam von NASA und ESA betriebene Weltraumteleskop bereits im All, einem alles andere als gemütlichen Ort. Denn die US-amerikanische Weltraumagentur hat aktuell bekannt gegeben, dass das Weltraum-Observatorium Ende Mai von einem Mikrometeoriten getroffen wurde, der größer als erwartet war. Dieser hatte auch Folgen, denn der Einschlag betraf eines der insgesamt 18 Spiegel-Segmente.

Schaden kann ausgeglichen werden

Das James Webb Space Telescope (JWST) ist und bleibt aber betriebsbereit, denn die Betreiber können den entstandenen Schaden und die dadurch resultierende Verzerrung ausgleichen. In einem Blogbeitrag heißt es: "Nach ersten Bewertungen stellte das Team fest, dass das Teleskop trotz eines geringfügig feststellbaren Effekts in den Daten immer noch auf einem Niveau arbeitet, das alle Missionsanforderungen übertrifft."

Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail

Die NASA betont dabei, dass man solche Einschläge von Anfang an erwartet hat: "Während der gesamten Lebensdauer von Webb im Weltraum wird es weiterhin zu Beeinträchtigungen kommen - solche Ereignisse wurden beim Bau und Testen des Spiegels am Boden vorausgesehen."

Nicht der erste Einschlag

Genau genommen ist der Vorfall von Ende Mai nicht der erste, seit dem Start wurde das Weltraumteleskop bereits vier Mal von unterschiedlichen Objekten getroffen, alle waren aber bisher im Rahmen der Erwartungen. Ein Mikrometeorit ist ein kleines Fragment eines Asteroiden, in der Regel sind diese nicht größer als ein Sandkorn. Im Fall des Vorfalls von Ende Mai war das Objekt aber offenbar größer, die NASA teilte aber nicht mit, wie groß das Fragment tatsächlich war.

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