Diablo: Immortal wird von Fans per Review Bombing hart abgestraft

Witold Pryjda, 08.06.2022 13:26 Uhr 36 Kommentare
Blizzards neuestes Diablo-Spiel ist seit vergangener Woche verfügbar und hat anfangs auch für einiges an Begeisterung gesorgt. Doch mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass das Spiel im Endgame ein gnadenloses Pay-to-Win-Prinzip verfolgt - und wird gnadenlos abgestraft. Diablo: Immortal ist, das ist zweifellos und trotz allem feststellbar, ein mobiles Spiel, das ausgezeichnet aussieht und auch bestens auf kleinen Bildschirmen spielbar ist. Doch es ist auch eines, nämlich im Endgame knallhart, wenn es darum geht, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen - oder es zu versuchen.

Denn um in späteren Phasen erfolgreich zu sein, benötigt man nicht nur Erfahrungspunkte und Ausrüstungsgegenstände, sondern vor allem auch die so genannten Legendären Edelsteine. Diese gibt es aber nur in Lootboxen und davon benötigt man auch sehr viele - einige Nutzer haben vor kurzem berechnet, dass man einen sechsstelligen Dollarbetrag benötigt, um einen Charakter vollständig aufzurüsten.

Diablo Immortal: Das Rollenspiel startet heute für PC, Android und iOS
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Und auch wenn sich wohl die wenigsten Spieler bereits mitten im Endgame befinden, kochen die Emotionen wegen dieses Pay-to-Win-Modells (alias Pay2Win bzw. P2W) bereits hoch. Das hat nun auch zum so genannten Review Bombing geführt, also dem bewussten Hinterlassen schlechter Bewertungen auf Seiten wie Metacritic oder auch Steam.

Kein Blizzard-Spiel war je "schlechter"

Auf Metacritic hat man mittlerweile einen Wertungsschnitt von gerade einmal 0,5 Punkten - zehn sind das Maximum. Das betrifft natürlich nur den User Score, also die von Benutzern hinterlassenen Wertungen. Dass das eine Aktion von enttäuschten Fans ist, kann man an den professionellen Kritikern sehen, denn dort liegt der Schnitt bei 75 von 100 maximal möglichen Punkten.

In den von den Nutzern abgegebenen Kommentaren wird natürlich das P2W-Modell scharf kritisiert. Allerdings bekommt man beim Lesen nicht unbedingt das Gefühl, dass viele Nutzer das Spiel auch tatsächlich so weit gespielt haben. Denn man benötigt mehrere dutzend Stunden Spielzeit, um die Pay2Win-Phase zu erreichen.

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