Größer, besser, schwerer: Musk äußert sich zu Starlink v.2-Satelliten

Nadine Dressler, 06.06.2022 16:03 Uhr 8 Kommentare
Im März 2022 war schon klar, dass es aufgrund des Kriegs in der Ukraine zu Verspätungen bei den laufenden Starship- und Starlink v.2-Projekten kommen wird. Das Unternehmen hatte seine Prioritäten geändert, verrät jetzt aber mehr zu den neuen Satelliten. In einem Video hat sich Starlink-Gründer Elon Musk jetzt einmal näher zu den geplanten Neuerungen für das Satelliten-Internetsystem Starlink geäußert. Laut Musk wird es erhebliche Änderungen geben. So sollen die neuen Starlink v.2 rund 7 Meter lang werden und ein Gewicht von 1,25 Tonnen haben. Das wäre im Vergleich zu den 260 Kilogramm der Vorgänger ein Riesen-Unterschied, meldet Caschy in seinem Weblog.

Laut SpaceX-CEO Elon Musk sollen die neuen Satelliten weitere entlegene Teile der Welt mit Internet versorgen und das durch ihren neuen Aufbau auch viel besser leisten können.

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Falcon hat dann ausgedient - zumindest für die neuen Starlinks

Die schwereren Satelliten stellen jedoch eine größere Herausforderung dar. Starlink-Satelliten werden bislang an Bord einer Falcon 9-Rakete in eine niedrige Erdumlaufbahn befördert, aber die Rakete wird nicht in der Lage sein, Starlink 2.0 zu tragen. "Die Falcon hat weder das Volumen noch die Masse, um die für Starlink 2.0 erforderliche Umlaufbahn zu erreichen", sagte Musk. "Selbst wenn wir den Starlink-Satelliten verkleinern würden, reicht die Gesamtmasse von Falcon nicht annähernd aus, um Starlink 2.0 zu tragen."



FAA-Bericht erwartet

Stattdessen setzt SpaceX auf Starship, eine Schwerlastrakete, die sich derzeit in der Entwicklung befindet, aber bereits unter zahlreichen Verzögerungen gelitten hat. Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) arbeitet seit Monaten an einer Umweltverträglichkeitsprüfung des Starship-Programms. Der Abschlussbericht wird nach mehreren Verschiebungen für Mitte Juni erwartet. Zum Zeitplan für die überarbeiteten Internet-Satelliten wurde allerdings noch nichts weiter bekannt.

Aufgrund des Kriegs in der Ukraine hatten die Arbeiten an den neuen Satelliten größtenteils vorerst geruht, doch mittlerweile ist wieder etwas mehr Alltag bei SpaceX eingezogen. Aktuell sei das Unternehmen laut Musk vor allem mit Einreden der NASA und der FAA zu den neuen Projekten beschäftigt.

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