Antivirenprogramm nach optionalem Windows 11-Update "schutzlos"

Nadine Dressler, 27.05.2022 18:43 Uhr 6 Kommentare
Trend Micro, der Spezialist für Sicherheitslösungen, hat nach dem jüngsten optionalen Windows 11-Update mit Fehlern zu kämpfen. Wie der Anbieter bestätigt, führen Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­ble­me dazu, dass die Ransomware-Schutz­funk­tion ein­ge­schränkt wird. Und das ist noch nicht alles - laut Trend Micro können die Kompatibilitätsprobleme zwischen dem optionalen Windows-Update KB5014019 und dem Trend Micro UMH-Treiber weitere Fehler auslösen. Nutzer der Trend Micro Sicherheitslösungen sollten daher das optionale Update nach Möglichkeit noch nicht installieren und darauf warten, dass das Unternehmen ein Treiber-Update zur Verfügung stellen kann - ansonsten ist die Schutzfunktion derzeit nur stark eingeschränkt funktionstüchtig.

Viren sind immer noch die größte Cyber-Bedrohung
Infografik: Viren sind immer noch die größte Cyber-Bedrohung

Diverse Sicherheits-Lösungen von Trend Micro betroffen

Das bekannte Problem betrifft die Komponente "User Mode Hooking", kurz UMH, die von mehreren Trend Micro Endpunktlösungen verwendet wird. Das betrifft Apex One 2019, Worry-Free Business Security Advanced 10.0, Apex One as a Service 2019, Deep Security 20.0, Deep Security 12.0 und Worry-Free Business Security Services 6.7.

"Die UMH-Komponente, die von mehreren Trend Micro-Produkten zum Schutz von Endgeräten und Servern verwendet wird, ist für einige erweiterte Funktionen wie den Schutz vor Ransomware verantwortlich", so der Antivirenhersteller. "Trend Micro ist sich eines möglichen Problems bewusst, bei dem Kunden, die die optionalen Microsoft Windows 11 oder Windows 2022 Preview Patches (KB5014019) anwenden und neu starten, feststellen, dass der Trend Micro UMH-Treiber nicht mehr funktioniert."

Funktionen der Trend Micro Endpunktlösung wiederherstellen

Das Unternehmen arbeitet nun an einem Fix, um dieses Problem zu beheben, bevor die Update-Previews im Rahmen des Patch Tuesday im Juni 2022 an alle Windows-Kunden verteilt werden.

Die betroffenen Windows-Plattformen umfassen sowohl Client- als auch Server-Versionen, wobei die Probleme auf Systemen mit Windows 11, Windows 10 Version 1809 und Windows Server 2022 auftreten.

Trend Micro-Kunden, die den optionalen Windows-Patch bereits installiert haben, können den Patch entweder vorübergehend deinstallieren oder sich an den Support wenden, um ein UMH-Debug-Modul zu erhalten, welches die Funktionen der Sicherheitslösung wiederherstellt.

FAQ zu Windows 11 Anleitungen, Tipps und Tricks
6 Kommentare lesen & antworten
Folge WinFuture auf Google News
Verwandte Themen
Windows 11
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies