Ansturm auf 9-Euro-Ticket: Vodafone rüstet Netz an Bahnhöfen auf

Stefan Trunzik, 25.05.2022 10:29 Uhr 4 Kommentare
Der Ansturm auf das 9-Euro-Ticket wird in den kommenden Monaten für einen rasanten Anstieg des Fahrgastaufkommens in deutschen Bahnen sorgen. Entsprechend rüstet Vodafone sein LTE- und 5G-Netz an Bahnhöfen und Gleisen auf, um eine höhere Bandbreite liefern zu können. Wie der Netzbetreiber ankündigt, hat man in den vergangenen fünf Monaten beinahe 500 LTE- und 5G-Bauprojekte an Mobilfunkmasten entlang deutscher Bahnstrecken realisieren können. Beim 5G-Ausbau konzentriert sich Vodafone vor allem auf Bahnhöfe, an denen besonders viele Menschen um- und zusteigen. Allerdings spricht man derzeit nur von 20 Stationen, darunter diverse Bahnhöfe in Hamburg und Berlin sowie die Hauptbahnhöfe von Freiburg, Hannover, Augsburg, Leipzig, Stuttgart und Saarbrücken. Auch in Küstennähe, zum Beispiel in Kiel und Lübeck, hat Vodafone sein 5G-Netz aktiv.

Umfrage zeigt: 5G-Nutzung spielt in Deutschland kaum eine Rolle
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Wirklich schnelles Netz erst in den nächsten Jahren

Das Unternehmen gibt weiterhin an, aktuell 98,5 Prozent der Bahnstrecken in Deutschland mit LTE zu versorgen. Im kommenden Geschäftsjahr setzt sich Vodafone das Ziel, 580 weitere Bauprojekte und Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen. Der von Vodafone und der Deutschen Bahn veröffentlichte Ausbauplan sieht vor, dass der Netzbetreiber die Hauptverkehrsstrecken bis Mitte 2025 mit Bandbreiten von 225 MBit/s (LTE) versorgt. Auf weiteren "fahrgaststarken Strecken" sollen hingegen 125 MBit/s geboten werden. Hinzu kommt der generelle Ausbau des 5G-Netzes.

Ob der aktuelle Ausbau an den Schienen den Ansturm auf das 9-Euro-Ticket bewältigen kann, bleibt abzuwarten. Seit dem Verkaufsstart am Montag konnte die Deutsche Bahn bereits mehr als eine Million Tickets verkaufen, die deutschlandweit abseits von Fernzügen in nahezu allen Bussen und Bahnen gültig sind. Anstelle eines Netzzusammenbruchs rechnen die Behörden allerdings vorrangig mit einem Sicherheitschaos. Laut Bild-Zeitung und Polizeigewerkschaft soll die Bundespolizei eingreifen, sollten die Verkehrsbetriebe mit den Menschenmassen überfordert sein.

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