200.000 9-Euro-Tickets in Stunden: Historischer Andrang bei der Bahn

John Woll, 23.05.2022 20:46 Uhr 53 Kommentare
Die Deutsche Bahn hat heute den Vorverkauf für die 9-Euro-Tickets gestartet und kann nach wenigen Stunden vermelden, dass 200.000 Stück verkauft wurden - ein historisch hoher Andrang. Der Erfolg kommt mit einer Warnung: Es sei mit Einschränkungen zu rechnen.

200.000 Tickets in wenigen Stunden ist ein historischer Andrang

Es gilt für die Monate Juni, Juli und August, schon jetzt hat aber der Vorverkauf gestartet: Wie wir berichtet hatten, können ab heute unter anderem bei der Deutschen Bahn die 9-Euro-Tickets vorbestellt werden, die dann in kommenden Monaten gelten - alle Details findet ihr in unserem Beitrag "9-Euro-Ticket ÖPNV: Verkaufsstart bei der Deutschen Bahn". Jetzt kann das Unternehmen vermelden, dass der Andrang auf die Tickets wie erwartet sehr groß ausfällt.


"Es gibt unglaublich reges Interesse, wir erleben einen historisch großen Zugriff auf unsere Vertriebssysteme", so DB Regio-Chef Jörg Sandvoß laut Tagesspiegel in einer Pressekonferenz. Für Sandvoß liegt der Grund für dieses außerordentliche Interesse natürlich auf der Hand: "Solch ein Angebot hat es in Deutschland noch nie gegeben." Auf die Frage, mit welchem Andrang sein Unternehmen rechnet, findet der DB-Manager daher auch recht unverblümte Worte: Er habe "keinen blassen Schimmer".

Nicht unvorbereitet

Dass die Anzahl der Fahrgäste in den kommenden drei Monaten durch die Aktion stark steigen wird, ist sicher. "Wir bereiten uns vor und setzen buchstäblich alles in Bewegung, was wir haben", so Sandvoß. Konkret wird alleine DB Regio 50 zusätzliche Züge pro Tag einsetzen, das entspricht rund 60.000 mehr Sitzplätzen in den Regional- und S-Bahn-Zügen. Dabei fokussiert man sich in den Sommermonaten gezielt auf die Strecken, auf denen durch ​​Freizeit- und Ausflugsfahrten mit hohem Andrang zu rechnen ist.

All diese Maßnahmen können aber aus Sicht des DB Regio-Chefs wohl nicht verhindern, dass es zu Einschränkungen kommen wird. "Auch ein Maximum an verfügbaren Zügen markiert letztlich eine Grenze", so Sandvoß. Die Möglichkeit zur Mitnahme von Fahrrädern, im 9-Euro-Ticket nicht enthalten, könne nicht garantiert werden. Außerdem gelte ganz allgemein: mit höherem Verkehrsaufkommen steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Verspätungen.

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