Hyundai E-Auto-Rückruf: Ioniq 5 sowie Kia EV6 müssen in die Werkstatt

Nadine Dressler, 21.05.2022 19:02 Uhr 11 Kommentare
Hyundai und Kia rufen rund 20.000 Elektrofahrzeuge zurück. Hintergrund ist ein Problem beim Hyundai Ioniq 5 sowie beim Kia EV6, das zum Wegrollen der Fahrzeuge beim Parken führen kann. Die Elektroautos teilen sich die E-GMP-Plattform des koreanischen Mutterkonzerns. Das meldet jetzt das Online-Magazin ArsTechnica. Zuvor hatte es Berichte gegeben, laut denen nur rund halb so viele Autos zurück in die Werkstätten müssten. Betroffen sind die Modelle Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6. Ein Fehler in dem sogenannten Shift-by-Wire-System kann unter Umständen dazu führen, dass abgestellte Fahrzeuge nicht gesichert bleiben, da die Feststellbremsfunktion der Elektrofahrzeuge ausfallen kann. Tritt in dem Shift-by-Wire-System eine Spannungsschwankung auf, während das Fahrzeug geparkt und ausgeschaltet ist, könnte ein Befehlssignal des Schaltsteuergeräts die Feststellbremse lösen, sodass das Fahrzeug dann je nach Abstellplatz wegrollen kann.

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Das Problem wurde von den Autoherstellern in Korea festgestellt, nachdem sich mehrere Kunden mit dem Fehler gemeldet hatten. Nach einer Überprüfung stellt Hyundai dann fest, dass der EV6 und Ioniq 5 ein Update erhalten müssen.

Rund 20.000 betroffene Fahrzeuge

Hyundai bestätigte, dass man von vier Vorfällen der Art beim Ioniq 5 unterrichtet wurde und das Problem über ein Software-Update zu lösen sei. Von der Rückrufaktion sind nach den ersten Erkenntnissen jetzt 9.014 Kia EV6 und 10.729 Hyundai Ioniq 5 betroffen. Den Besitzern wird empfohlen, die elektronische Parkbremse zu betätigen, wenn sie ihr Fahrzeug abstellen, anstatt es einfach auszuschalten und wegzugehen. Die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge werden von den Autoherstellern kontaktiert, um die Softwarekorrektur einzuplanen.

Aktuell gibt es von dem in Deutschland zuständigen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) noch keine Informationen zu dem geplanten Rückruf. Das KBA führt für solche Fälle eine Rückrufdatenbank. Das gilt für alle Fälle, in denen durch produktionsbedingte Mängel Gefahr für die Fahrzeuginsassen oder andere Verkehrsteilnehmer besteht. Die Hersteller sind dazu verpflichtet, im Falle einer Rückrufaktion dem KBA Informationen zur Verfügung zu stellen. Das KBA fordert die betroffenen Autobesitzer dann auf, nötige Reparaturen ausführen zu lassen und kontrolliert, ob alle betroffene Fahrzeuge beim Rückruf mitmachen.

Tesla hatte im Jahr 2017 ein ähnliches Problem und musste damals über 50.000 Modelle S und X Baujahr 2016 zurückrufen.

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