App-Store-Empörung: Apple greift in die Preise von Entwicklern ein

John Woll am 13.05.2022 18:25 Uhr
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Dass Apple seinen App Store gerne fest im Griff hat, ist bekannt, jetzt empören sich einige Entwickler aber über einen direkten Eingriff in ihre Preispolitik. Demnach kann es vorkommen, dass ein Update verweigert wird, weil Apple die ausgerufenen Preise erst erklärt haben will.

Neuer Ärger im App-Store: Apple greift in Preisgestaltung ein

Apple trifft aktuell immer öfter zielsicher Entscheidungen, die Entwickler gar nicht gerne sehen - wegen der großen Marktmacht des Unternehmens dann aber oft zähneknirschend akzeptieren. Geht es danach, dürfte der Kiefer von Jessica Lessin, Chefredakteurin beim Technik-Magazin The Information aktuell sehr verspannt sein. Wie diese laut Golem mitteilt, hat Apple ein Update der App des Magazins verweigert. Die Begründung: Man wolle erst einmal eine genaue Erklärung zu den Preisen, die in der Anwendung aufgerufen werden.

Die Empörung Lessins ist dabei deutlich spürbar: "Wurde schon einmal von jemand ein Update im Apple App Store abgelehnt, weil Apple die Preisstrategie nicht gefiel?", so die Frage auf Twitter. Wie die Journalistin hier weiter erläutert, nutzt The Information standardmäßig von Apple bereitgestellte Möglichkeiten zur In-App-Bezahlung, um seinen Lesern Monats und Jahres-Abonnements anzubieten, auf letzteres gewährt man einen Rabatt - soweit kein unmittelbar erkennbares Problem.

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Das sieht Apple aber eben offenbar anders und schickt folgende Frage: "Bitte teilen Sie uns mit, welche Faktoren Sie dazu bewogen haben, diesen Preis zu wählen", zitiert Lessin die Nachricht des Unternehmens. Bis zu einer Klärung werde das Update der App zurückgehalten. "Wir versuchen, das Problem zu beheben, aber man muss schon sagen: Das hebt Apples Macht über das gesamte Tech-Ökosystem auf ein neues Niveau", so die verärgerte Reaktion.

Interessante Diskussion

Was Entwickler verärgert, kann für Nutzer des App Store durchaus nützlich sein. Das Unternehmen versucht mit allen Methoden, Scam-Apps Herr zu werden, die auch auf Täuschung bei Abopreisen setzen. Hier liefert unter anderem der AWS-Entwickler Michael Perry einen interessanten Beitrag zur Diskussion: "Sicherlich gibt es eine vernünftige Lösung in der Mitte. Das fehlt immer in diesen Gesprächen und Apples eigenen Aktionen. JA, geht rigoros gegen Apps vor, deren Preisangaben die Tatsache verschleiern, dass man 30 Dollar/Jahr ODER 50 Dollar/Tag zahlt. Nein, belästigt keine Apps, die einfach nur $/Jahr Rabatt auf den monatlichen Preis bieten."

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