Mickey Mouse-Gesetz unter Beschuss: Copyright-Frist soll kürzer werden

oder

Zugangsdaten vergessen?

Jetzt kostenlos Registrieren!
[o1] mmode7m8 am 13.05. 16:44
+3 -4
Am Ende iat so ziemlich fast alles, was die US-Republikaner an Absichten haben, eher was Negatives.
[re:1] rallef am 14.05. 20:12
+ -
@mmode7m8: Der eine sagt so, der andere so.

Jedenfalls habe ich auch auf diesem Kanal noch niemanden gefunden, der meinte, die Schutzfrist des Urheberrechts von 70 Jahren (nach dem Tod des Autors!) noch weiter verlängern zu müssen.
[o2] robs80 am 13.05. 17:16
+3 -
Persönlich finde ich die 70 Jahre viel zu lange, 30 - maximal 50 Jahre sollten ausreichen. 70 Jahre sind 2-3 Generationen die von dem Schaffen einer Person leben könnten. Prominentestes Beispiel ist z.B. der Gong der Tagesschau. Die Witwe freute sich noch bis weit in die 2010er Jahre über die monatlichen Zahlungen.
Bezogen auf Disney denke ich nicht das soviel Schindluder mit der Beendigung des Patentschutzes getrieben werden kann. Die Marke/ der Konzern ist sehr mächtig und wird sich zu wehren wissen.
[re:2] Fropen am 13.05. 18:01
+5 -
@robs80: die Frage ist dich warum überhaupt bis nach dem Tod.
In welchem anderem Bereich erhalten die Nachkommen noch Geld für die Leistung des Vorfahren?
[re:1] Drachen am 13.05. 18:08
+1 -
@Fropen: es mag _unter Anderem_ damit zu tun haben, dass man auf diese Weise begehrte Werke nicht mal eben über Nacht gemeinfrei machen kann, indem man ihre Schöpfer um die Ecke bringt.
Aber max. 10 Jahre sollten dennoch ausreichen.
[re:1] Fropen am 13.05. 18:32
+2 -1
@Drachen: gibt es denn bei Patentinhabern viele Morde?
[re:1] jackii am 14.05. 00:00
+2 -1
@Fropen: Eben nicht weil man dann immer noch 70 Jahre warten muss.
Wenn es um Milliarden geht, stolpert schon mal einer vor den Bus.
Aber ja ich denke auch mal das ist nicht der Hauptgrund dafür und auch die Nachfahren zu versorgen nicht unbedingt.
Es gibt ja längst auch nicht mehr einzelne Personen die Filme machen. Es geht also mehr darum das wenn Unternehmen was entwickeln und aufbauen, es ihnen nicht einfach weggenommen wird und sie womöglich dicht machen können. Bei physischen Dingen ist es auch nicht so dass sie gemeinfrei werden und jeder zugreifen kann, den Besitz kann man auch endlos lange weitergeben. Ich seh nicht so ganz warum das Digital anders sein soll, die Herstellung eines Disney Films hat mehr gekostet als ein Haus, von dem z.B. die Nachfahren auch noch mehrere Jahrzehnte profitieren können.
Ich weiß jetzt aber auch nicht genau ob es nur um einzelne konkrete Werke oder die Charaktere geht.
[re:2] Fropen am 14.05. 07:48
+1 -1
@jackii: ich rede von Patenten nicht Copyright.
[re:2] Link am 13.05. 18:11
+4 -
@Fropen: Eben. 25 Jahre nach Veröffentlichung wie bei normalen Patenten sollte völlig reichen, damit die "kreative Person" etwas Neues in dieser Zeit schafft, was ihr wieder Geld einbringt. Wenn das nicht reicht, ist eben Berufswechsel angesagt. 25 Jahre nur von einmalig erbrachter Leistung zu leben ist sowieso mehr als genug.
[re:1] Winnie2 am 13.05. 20:37
+1 -
@Link:
Es sind 20 Jahre bei Patenten, maximal.
[re:2] Hanni&Nanni am 14.05. 04:38
+3 -
@Link: Bin da ganz bei Dir. Ein Architekt bekommt schließlich für ein Gebäude, dass er geplant und gestaltet hat, auch nicht ewig Geld. Das wird einmal bezahlt und damit ist es auch gut. Ich wüsste mal gern, mit welchem Recht hier die meisten Berufe derart diskriminiert werden, dass deren Werke nur einmal bezahlt werden dürfen, während sich "Künstler" für ihre Werke über den Tod hinaus bezahlen lassen.
[re:1] rallef am 14.05. 20:29
+ -
@Hanni&Nanni: Ganz einfach: Das einmal fertiggestellte Haus ist fertig und wird vom vertraglichen Kunden "einmal" als solches genutzt. Es wird idR nicht woanders nochmal gebaut.

Anders bei Büchern, Musikstücken usw: Da fällt halt für jede Kopie, für jeden Nutzer der Vergütungsanspruch fällig.

Sollte das Haus "in Serie", also nach einem Plan mehrfach gebaut werden, hat der Architekt auch, falls im Vertrag nichts gegenteiliges vereinbart ist, auch Anspruch auf mehrfache Vergütung.
[o3] crazyus am 13.05. 18:34
+4 -
sowohl Urheberrecht als auch Patentrecht gehören deutlich überarbeitet. Weltweit einheitlich am besten.
In einer so schnellebigen Welt macht es irgendwie wenig Sinn und verhindert oft Fortschritt und Innovation.
25 Jahre ab Erschaffung egal ob Urheber oder Patent sollte genügen.

Wie jemand anderes schon schrieb, sollte das reichen um eine neue Idee zu haben. Und wenn die Idee groß oder gut genug ist verdient man auch noch daran wenn man Konkurrenz hat.

Es ist doch ohnehin schon so das sich große Firmen jeden Blödsinn patentieren lassen. Display mit runden Ecken bspw.
Und auch an einem Song oder einem Foto muss man nich 100 Jahre dran verdienen.
Der
[o4] Fleischmann am 14.05. 10:45
+1 -4
Scheinbar spricht aus vielen Kommentatoren hier in diesem Artikel der blanke Neid. Man muss sich schon etwas tiefergehend mit der Thematike beschäfitgen, auch mit den Gründen für ein langes Urheberrecht.
Deutschland ist eine Nation, die auch international von Patenten und wissenschaftlichen Werken lebt - was glauben Sie eigentlich, warum Deutschland auch ein Land der "Dichter und Denker" gennant wird? Ganz genau - weil ein Urheberrecht das erst überhaupt ermöglicht!
Wissen ist das absolut wertvollste, das Deutschland besitzt und erzeugt. Zu fordern, dass das Urheberrecht verkürzt werden sollte, zeugt von absoluter Ahnungslosigkeit und Naivität.

Manche literaritsche Werke sind Ergebnis von Lebenswerken, gerade in der Wissenschaft und enthalten enorm wichtiges und mit viel Ressource und Aufwand erkauftes Wissen. Ein Urheberrecht von 30-50 Jahre nach Tod des Urhebers halte ich da schon für absolut angebracht, auch für die Würdigung und Ehrung dieser erbrachten Leistungen.

Was viele auch nicht verstehen: Der Aufwand eines literarischen Werkes macht sich oftmals erst über viele Jahre bezahlt. Ein Architekt bekommt die volle Summe für seinen Aufwand sofort. Ein Autor bekommt für jedes verkaufte Buch in der Regel ca. 10% des Verkaufspreises - nur die wenigsten schreiben Bestseller, die sich innerhalb weniger Jahre tausendfach verkaufen. Viele Bücher erzielen erst ihren gerechten Ertrag nach vielen Jahrzehnten.

Und auch die Aussage "Wer nach x Jahren nicht so viel Geld mit seinem Buch erwirtschaftet hat, sollte über einen Berufswechsel nachdenken" zeugt von starker Ignoranz. Wenn das so wäre, dann würden jedes Jahr nur noch vielleicht tausend Bücher erscheinen und sich kein Wissenschaftler in Spezialgebieten der Forschung mehr die Mühe machen ein Buch zu schreiben. Dann wären die größten literarischen Erzeugnisse Deutschlands irgendwelche Fantasie-Romane und ähnliches.

Also mal schön die Beine still halten und ernshaft darüber nachdenken, warum das Urheberrecht gerechtfertigt ist und auch für die Allgemeinheit mehr Vorteile bringt als Nachteile!
[re:1] Drachen am 17.05. 20:24
+ -
@Fleischmann: Fangen wir mal am Ende an:
"Also mal schön die Beine still halten und ernshaft darüber nachdenken, warum das Urheberrecht gerechtfertigt ist ..."
Viel Geplappper, sinnfreie Anschuldigungen und Unterstellungen, aber keine Substanz.

Niemand hier hat irgendwas gegen das Urheberrecht. Fertig. Damit ist dein hohler Aufsatz an sich bereits gegenstandslos.
Zudem ging es, was du wegen zuviel Schaum vorm Mund wohl übersehen hast, um die Dauer von Verwertungsrechten, es soll keinesfalls irgendwessen Urheberschaft bestritten oder beschnitten werden.

"Scheinbar spricht aus vielen Kommentatoren hier in diesem Artikel der blanke Neid."
Der Schein trügt, du bist offenkundig voreingenommen und nicht fähig, sachlich zu urteilen.

"Zu fordern, dass das Urheberrecht verkürzt werden sollte, ...."
... glaubst allein du selbst. Vielleicht liest du im kommentierten Artikel nach, bevor du schäumst. Schon im ersten Absatz liest man, dass du falsch liegst:
"In den USA wird jetzt auf höchster Ebene daran gearbeitet, die Schutzfristen im Urheberrecht endlich aus dem lange währenden Griff des Walt Disney-Konzerns zu befreien. Deutlich kürzere Laufzeiten wären das Ergebnis dessen."
Schutzfristen sollen verkürzt werden, nicht das Urheberrecht an sich!
Und dass die unsinnig langen Schutzfristen kein Wissen und keine Kreativität fördern, sondern behindern, ist ja nun hinlänglich oft ausdiskutiert und belegt worden.
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies