Bilder beweisen: James-Webb-Weltraumteleskop kann scharf sehen

Christian Kahle, 02.05.2022 11:51 Uhr 5 Kommentare
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Das neue James Webb-Weltraumteleskop beginnt zu liefern. Die Partner NASA und ESA haben die ersten Bilder veröffentlicht, die von dem kürzlich gestarteten Instrument geliefert wurden. Dies gibt einen ersten Eindruck der Leistungsfähigkeit. Aktuell laufen auf dem Teleskop noch keine richtigen wissenschaftlichen Beobachtungsprojekte. Stattdessen werden noch abschließende Feinabstimmungen und diverse Tests durchgeführt. Die zuständigen Ingenieure konnten nun aber vermelden, dass die Alignment-Phase für die Konfiguration der einzelnen Instrumente offiziell abgeschlossen ist.

James Webb: Schärfen-Check der Optiken


Bilder der verschiedenen Aufnahme-Systeme

Das bedeutet, dass die verschiedenen Aufnahme-Optiken nachweisen konnten, dass sie scharfe Aufnahmen ihrer Zielobjekte liefern können. Als Beleg dafür haben die Betreiber entsprechende Bilder von verschiedenen Systemen auf dem Teleskop veröffentlicht, auf denen sichtbar ist, dass alle Einzelbestandteile gute Bilder liefern können.

James Webb-Teleskop: Alignment-Phase ist abgeschlossen
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Weitere Tests folgen

Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, wird so manchem noch vom Start des Hubble-Teleskops vertraut sein. Das Instrument lieferte nach dem Start erst einmal unscharfe Bilder. Es bedurfte einer aufwendigen Space-Shuttle-Mission, um das Problem im Spiegel des Teleskops zu beheben, indem man dem System quasi eine Brille aufsetzte. Das wäre beim neuen Teleskop nicht einmal möglich, weil es sich in zu großer Entfernung zur Erde befindet.

Nötig ist eine Reparatur aber ohnehin nicht, wie sich nun zeigt. Demo-Aufnahmen der Großen Magellanschen Wolke, einer Zwerggalaxie in der Nähe unserer Milchstraße, zeigen, dass James Webb hervorragende Bilder liefern kann. In der nächsten Zeit stehen weitere Tests an. So werden nun die nachgelagerten wissenschaftlichen Instrumente überprüft und getestet, ob das Gesamtsystem beim Schwenk auf neue Ziele temperaturstabil bleibt. Bis die ersten regulären Beobachtungsprojekte laufen, werden so nun noch einige Monate ins Land gehen.

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