Activision Blizzard: Aktionäre stimmen für Übernahme durch Microsoft

Stefan Trunzik, 29.04.2022 07:55 Uhr 5 Kommentare
Microsoft nimmt in der Übernahme von Activision Blizzard eine weitere Hürde. Wie der Spieleentwickler und -publisher bekannt gibt, stimmen nahezu alle Aktionäre dem Deal in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar zu. Nun steht die geplante Übernahme zur Prüfung bei den Behörden. In einer außerordentlichen Aktionärsversammlung von Activision Blizzard stimmten Investoren mit mehr als 98 Prozent der Aktienanteile dem Vorschlag von Microsoft zu, das Unternehmen zu einem Preis von 95 US-Dollar pro Akte in Bar zu übernehmen. Der Deal soll voraussichtlich innerhalb des nächsten Fiskaljahres (Juli 2022 bis Juni 2023) der Redmonder abgewickelt werden. Das letzte Wort haben jedoch die Behörden, allen voran die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC).

Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Kartellwächter in den USA, Europa und China prüfen die Übernahme

Anfang Februar sickerten erste Informationen durch, nach denen die US-Handelsbehörde unter der Leitung von Lina Khan über Microsofts 70-Milliarden-Deal entscheiden wird. Dabei gilt Khan als Kritikerin der großen Tech-Konzerne, weshalb man in Redmond mit einer besonders genauen Prüfung rechnen muss. Unter anderem sorgte die FTC unter ihrer Leitung zuletzt mit einer Klage gegen die Übernahme von ARM durch Nvidia für Aufsehen. Der 40-Milliarden-Deal zwischen den Chipherstellern scheiterte ebenfalls im Februar.

Sollte die Übernahmen durch die FTC und weitere Behörden genehmigt werden, steigt Microsofts "Xbox Gaming"-Abteilung zum drittgrößten Gaming-Unternehmen der Welt auf - nach Tencent und Sony. Mit Diablo, Warcraft, Overwatch, Call of Duty und Co. holt man sich dabei eine Reihe namhafter Franchises ins Boot, die Spieler zukünftig auch im Xbox bzw. PC Game Pass wiederfinden dürften. Die Mitarbeiter von Activision Blizzard hoffen hingegen auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, vor allem in Hinsicht auf den Umgang mit Diskriminierung und Belästigung.

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