Apple startet Reparaturprogramm: Mehr als 200 Teile für iPhone 12/13

Roland Quandt, 28.04.2022 12:23 Uhr 11 Kommentare
Der US-Computerkonzern Apple hat seine Ankündigung wahr gemacht und mit der Einführung seines Self Service Repair Programms begonnen. Ab sofort können die Besitzer von Apple iPhones ganz offiziell über Apple Ersatzteile für ihre defekten Geräte erwerben und erhalten Dokumentationen für die Reparatur. Wie Apple bekanntgab, steht jetzt der Self Service Repair Store zur Verfügung. Zunächst ist das Angebot nur in den USA zugänglich. Im weiteren Jahresverlauf will Apple das Programm aber ausbauen und auch in Europa verfügbar machen. Der Konzern reagiert damit auf die jahrelange Kritik an seinem Umgang mit dem Recht auf Reparatur.

Apple Self Service Repair Program
Apple verlangt für die Ersatzteile von Privatkunden die gleichen Preise wie von autorisierten Reparaturdienstleistern

Über den neuen Ersatzteil-Store bietet Apple zunächst mehr als 200 verschiedene Bauteile für die Geräte der iPhone 12- und iPhone 13-Serien sowie für das iPhone SE der dritten Generation. Es handelt sich also grundsätzlich um Teile von Geräten, die Apple derzeit noch neu produziert und vertreibt.

Mehr als 200 Teile zum Start verfügbar

Zu den bisher verfügbaren Teilen für iPhone 12, 13 und SE (2022) gehören die Akkus, Lautsprecher, die Taptic Engine, das Display und die Kameras. Apple stellt zusätzlich auch Reparatur-Handbücher und weitere Inhalte zur Verfügung, die entsprechend versierten Nutzern Hilfestellung bei der Beseitigung von Defekten geben.

Bei einigen Reparaturaufgaben muss man übrigens Apple per Telefon oder Chat kontaktieren, um die betroffenen Geräte nach Erledigung der Arbeiten wieder nutzen zu können. Anscheinend ist dies notwendig, um die Funktion der Geräte nach der Reparatur wiederherzustellen, also dafür zu sorgen, dass die Sicherheitsfunktionen von Apple dies nicht verhindern.

In seiner Ankündigung stellte Apple auch klar, dass man im weiteren Jahresverlauf beginnen will auch Teile für seine Notebook- und Desktop-Systeme anzubieten. Allerdings beschränkt der Konzern das Angebot auch hier von vornherein auf aktuelle Produkte, da man nur Teile für Geräte mit Apple-eigenen Prozessoren verfügbar machen will.
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