Pentagon ist neidisch, wie Starlink russische Störversuche abwehrte

Witold Pryjda am 21.04.2022 15:46 Uhr
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Starlink hat nach dem Überfall Russlands seine Dienste für die Ukraine bereitgestellt, man hat Satelliten freigeschaltet und auch Terminals geliefert. Das Putin-Regime versuchte, das zu stören, doch Starlink reagierte - und zwar so gut, dass sogar US-Militärs staunen.

Elektronische Kriegsführung (Electronic Warfare, kurz: EW) ist ein noch moderner Bereich, aber wie der russische Krieg mit der Ukraine zeigt, ein immer wichtigerer. Der Zugang zum Internet und anderen Netzwerken bzw. dessen Verhinderung kann kriegsentscheidend sein. Und so ist es nicht verwunderlich, dass russische Militärs alles versucht haben, um in Kriegsgebieten die Starlink-Funktionalität zu stören.

Das gelang anfangs wohl auch. Wie die auf militärische Nachrichten spezialisierte Seite Breaking Defense berichtet, sagte Elon Musk bereits kurz nach Inbetriebnahme von Starlink in der Ukraine, dass Russland das System störe. Seit einem Software-Update könne Starlink aber ungestört operieren, so der Tesla- und SpaceX-Chef, man könne "allen Hacking- und Störungsversuchen widerstehen".

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Das Pentagon ist neidisch

So mancher zweifelte aber an diesen Aussagen, schließlich ist Musk auch dafür bekannt, den Mund gerne (zu) voll zu nehmen. Doch Pentagon-Experte Dave Tremper bestätigt, dass Starlink hier ganze Arbeit geleistet hat: "Aus der Sicht eines EW-Technologen ist das fantastisch. Dieses Paradigma und die Art und Weise, wie sie das gemacht haben, ist für mich sehr beeindruckend."

Tremper deutet an, dass selbst die US-Militärs keine vergleichbare Lösung haben: "Die Art, wie Starlink aufgerüstet werden konnte, wenn eine Bedrohung auftauchte, brauchen auch wir. Wir müssen in der Lage sein, unsere elektromagnetische Ausrichtung zu ändern und in der Lage sein, sehr dynamisch anzupassen, was wir zu tun versuchen, ohne auf dem Weg dorthin Fähigkeiten zu verlieren."

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