AMD liefert unerwartet Microcode-Updates für Zen 1 bis Zen 3

John Woll, 13.04.2022 18:55 Uhr 11 Kommentare
AMD hat vor Kurzem unerwartet ein Microcode-Update veröffentlicht, das neben der aktuellen CPU-Generation Zen 3 auch die Vorgänger bis hin zu den ersten Zen-Prozessoren umfasst. Der Code für die älteren Modelle wächst deutlich, der Inhalt bleibt Gegenstand von Spekulationen.

AMD liefert Anpassung bis runter zu Zen 1

Microcode-Updates sind in den letzten Jahren durch Sicherheitslücken wie Spectre und Meltdown wieder mehr in den Fokus gerückt, gehören aber auch abseits solcher problematischen Entwicklungen zur normalen Modellpflege von Prozessorherstellern. Mit den Anpassungen im BIOS können Entwickler auf Fehler reagieren und diese auf einer tiefen Systemebenen korrigieren. AMD hat letzten Freitag ein solches Update ausgeliefert, das aber etwas aus der Reihe fällt. Neben Zen 3 werden dabei das erste Mal seit langem auch Zen, Zen+ und Zen 2 bedacht.

Microcode-Update für AMD Zen 1 bis Zen 3
Zen 1 bis 3 erhalten Microcode-Update

Zuletzt waren die genannten älteren CPU-Modelle im Dezember 2019 mit einem eigenen Microcode-Update versorgt worden. Ein genauer Blick auf die ausgelieferten Pakete zeigt aber ein interessantes Detail: Die jetzt ausgelieferte Aktualisierung ist relativ groß und lässt das Paket von 6.476 Bytes auf 9.700 Bytes anwachsen. Wie Phoronix erläutert, das über die Veränderungen zuerst berichtet hatte, bleibt die Größe für die 19h-Familie (Zen3) dagegen unverändert.

AMD Ryzen Lineup / Frühjahr 2022

Leider nur Spekulation möglich

Welche Bedeutung und Funktion dem Update zukommt, bleibt wegen des Fehlens eines öffentlichen Change-Logs und einer passenden Ankündigung durch AMD leider vorerst Gegenstand von Spekulationen. Man kann wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Entwickler hier mehrere Verbesserungen zu einem Update zusammengefasst haben. Darüber hinaus ist aber auch nicht auszuschließen, dass AMD hier die gesamte Zen-Familie mit Sicherheitsanpassungen versorgt.

Für die allermeisten Nutzer bleibt jetzt wie üblich nur, auf ein Update seitens des Betriebssystems zu warten. Wer sich ein BIOS Update zutraut, ist auf eine Reaktion der Mainboardhersteller angewiesen.

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