Blizzard entfernt das Z aus Skin von russischem Overwatch-Charakter

Witold Pryjda, 07.04.2022 09:28 Uhr 17 Kommentare
Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat weltweit Empörung ausgelöst - in Russland hingegen eine Propaganda-gesteuerte Welle an Patriotismus. Eine große Rolle spielt der Buchstabe Z, dieser ist zu einem nationalistischen Symbol geworden. Und das hat auch Folgen für Games.

Nationalismus per "Zwastika"

Zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine konnte man auf vielen Panzern und sonstigen Fahrzeugen ein aufgemaltes Z sehen. Dieser Buchstabe, der im kyrillischen Alphabet eigentlich gar nicht vorkommt, diente wohl zur schnellen Identifikation der eigenen Truppen - schließlich nutzt auch die ukrainische Armee viel russisches Equipment.

Das Z wurde aber schnell zu einem Symbol, mit dem man die Unterstützung für das Putin-Regime ausdrückt, und das auch an Symbole aus der diktatorischen Vergangenheit erinnert - in Anlehnung an den Nationalsozialismus und das deutsche Hakenkreuz wird es mittlerweile als "Zwastika" bezeichnet.

Blizzard Overwatch
Die alte Version der Skins...


Blizzard Overwatch
...und die neue Fassung

Das zieht aber auch Unternehmen in die Sache, die eigentlich nichts mit der Herrschaft und Politik des russischen Despoten zu tun haben. So haben bereits mehrere Firmen den Buchstaben aus Logos entfernt, um ja nicht in die Nähe der russischen Invasion und Aggression gerückt zu werden.

Zwei Zarya-Skins geändert

Davon ist nun auch noch Blizzards Shooter Overwatch betroffen, wenngleich die Maßnahme auf einer Verknüpfung unglücklicher Zufälle beruht. Denn ausgerechnet die russische Heldin Zarya hat auf zwei Skins ein Z auf der Brust, genauer gesagt ist der Buchstabe bisher auf den Skins "Arctic" und "Siberian Front" zu finden gewesen.

Das war sicherlich ein Zufall und beruhte auf dem Anfangsbuchstaben des Namens der Figur, doch Blizzard hat das still und heimlich in einem aktuellen Patch geändert, wie Nutzern auf Reddit aufgefallen ist (via Polygon). Das Spieleunternehmen will aber sicherlich verhindern, dass die Figur für unbeabsichtigte und unerwünschte politische Statements missbraucht wird.
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