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Erfolge für "IT-Armee" der Ukraine: Etliche russische Seiten vom Netz

Die Sanktionen, die der Westen gegen Russland ausgesprochen hat, zeigen erste Wirkungen. Doch auch der Cyberkrieg ist voll im Gange. Die Ukraine hat zuletzt weltweit um Freiwillige geworben, die Attacken durchführen sollen, und diese Strategie ist offenbar erfolgreich.
01.03.2022  10:41 Uhr
Die russische Invasion ist voll im Gange, doch sie verlief zumindest in den ersten Tagen wohl nicht so, wie es sich die politische und militärische Führung des Landes gedacht und erhofft hat. Denn die ukrainischen Streitkräfte sowie die Zivilbevölkerung leisten erbitterten Widerstand. Auch an der Cyber-Front gelingt den pro-ukrainischen Kräften so mancher Erfolg. Denn aktuell sind zahlreiche Seiten in Russland nicht erreichbar, allen voran jene des Kreml. Daneben sind auch etliche dem Putin-Regime nahestehende Unternehmen betroffen, darunter die Energieunternehmen Gazprom und Lukoil sowie die größte russische Bank Sberbank. Wie Ars Technica berichtet, sind aktuell mehr als 30 Firmen und Organisationen betroffen.

Im Visier russischer Hacker
Infografik: Im Visier russischer Hacker

Auch Behörden stehen im Visier der Hacker, mit aller Wahrscheinlichkeit nach DDoS-Attacken wurden unter anderem das russische Verteidigungsministerium, die Finanzbehörden und diverse andere Regierungs- und Verwaltungswebseiten in die Knie gezwungen. Außerdem werden noch Seiten in Belarus angegriffen, das Land von Diktator Alexander Lukaschenko gilt als enger Verbündeter Moskaus und stellte den russischen Truppen sein Territorium zum Angriff auf die Ukraine bereit.

Kritik an dieser Taktik

Die Sinnhaftigkeit derartiger Angriffe ist allerdings umstritten. Denn auch wenn sie einen vermeintlichen Erfolg darstellen, so treffen sie wohl zumeist die Falschen, wie Manuel Atug, CCC-Hacker und AG KRITIS-Mitglied, erläutert. Ankündigungen wie jene von Anonymous hält er für "bedenklich und hochgefährlich". Atug sagte gegenüber RiffReporter: "Offensiv vorzugehen ist nie zielführend, erst recht nicht in einem Krieg." Man mache sich dadurch einerseits zum Kombattanten, andererseits habe er auch bei Angriffen auf kritische Infrastrukturen "Bauchschmerzen", da diese immer die Bevölkerung treffen.

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