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Goldener Fallschirm:
Activision Blizzard-Chef wurde gut abgesichert

Für den umstrittenen Chef des Spiele-Konzerns Activision Blizzard, Bobby Kotick, bringt die geplante Übernahme durch Microsoft keine nennenswerten Risiken mit sich. Sollte er im Rahmen dessen seinen Posten verlieren, wird er großzügig entschädigt.
24.02.2022  18:34 Uhr
Wie aus einem aktuellen Bericht Activision Blizzards an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, wurde Kotick eine üppige Bonus-Zahlung in Aktien im Wert von rund 22 Millionen Dollar in Aussicht gestellt, wenn er bis zum kommenden Juli Änderungen in der Unternehmenskultur umsetzt und voranbringt. An diesem Punkt gab es über viele Monate hinweg massive Kritiken am Firmenchef. Die Vorgaben des Aufsichtsrates sind allerdings nicht gerade mit einem Kraftakt verbunden, der nur mit großer Mühe zu schaffen wäre. Im Grunde hat Kotick dafür zu sorgen, dass das Management in den kommenden Jahren einen Null-Toleranz-Plan gegen Mobbing und Diskriminierung aufstellt und mehr Frauen und nichtbinäre Personen einstellt.

Fit machen für Microsoft

Insofern kann dies als so genannter "goldener Fallschirm" betrachtet werden. So werden faktische Entschädigungs-Zahlungen bezeichnet, die dafür sorgen sollen, dass ein Manager die gewünschten Prozesse in seinem Unternehmen einleitet, die dann wahrscheinlich dazu führen, dass er seinen eigenen Arbeitsplatz beseitigt. Der Aktien-Bonus würde dann zusätzlich zu einer Entschädigung von 15 Millionen Dollar ausgezahlt werden, die ohnehin für den Fall vorgesehen sind, dass der Activision Blizzard-Chef nach einer Übernahme durch Microsoft nicht auf seinem Posten bleibt.

Der satte Zusatzbetrag ist auch noch ein Anreiz, die Firma weiter für den Übergang unter das Dach Microsofts fit zu machen. Denn der Software-Konzern verfolgt seit Jahren eine äußerst diverse Personalpolitik, während der Gaming-Konzern gerade in diesem Bereich massiv in der Kritik steht.

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