eBay enttäuscht, Aktie stürzt ab: Ist die Plattform noch zu retten?

Witold Pryjda, 24.02.2022 16:28 Uhr 27 Kommentare
eBay war vor mittlerweile Jahren eine Macht und kam auch verhältnismäßig gut durch die Pandemie. Doch nun musste die Handelsplattform die Erwartungen kräftig dämpfen, denn die Voraussagen für die Zukunft sind düster - und die Aktie rasselte auch entsprechend in den Keller. Die als Auktionsportal gestartete Plattform erlebt schon seit Jahren einen Bedeutungsverlust, man konnte sich aber zuletzt mit einer Umorientierung in Richtung "normaler" E-Commerce - also im Wesentlichen weg von Auktionen und in Richtung Amazon-Alternative - über die grundlegenden und vorherigen Schwierigkeiten retten. Dazu kam, dass alle Unternehmen dieser Art in Zeiten der Pandemie profitiert haben, da Menschen verstärkt oder ausschließlich von zu Hause aus bestell(t)en.

So lässt auch nichts darauf schließen, dass eBay in einer Krise ist, wenn man sich die aktuellen oder vergangenen Zahlen ansieht. Denn 2021 schrieb das Unternehmen das beste Geschäftsjahr seit der Abspaltung von PayPal, genauer gesagt war es ein Jahresumsatz von 10,4 Milliarden Dollar.

Online-Marktplatz: eBay mit stärkstem Jahr seit PayPal-Abspaltung
Infografik Online-Marktplatz: eBay mit stärkstem Jahr seit PayPal-Abspaltung

Nutzer bleiben weg

Das Problem sind aber auch die aktiven Nutzer, denn deren Zahl ging das dritte Jahr in Folge stark zurück, und zwar deutlich. 2021 waren es 618 Millionen Anwender, die regelmäßig auf eBay kamen und dort auch etwas kauften.

Das ist auch der Grund, warum eBay nun eine düstere Prognose abgab: Für das erste Quartal des Jahres 2022 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 2,43 und 2,48 Milliarden Dollar, das wäre ein Rückgang von sieben bis fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Das bleibt deutlich unter den Erwartung der Analysten, diese hatten einen Umsatz in Höhe von 2,61 Milliarden Dollar erwartet. Und dieser Unterschied zwischen Erwartungen und wahrscheinlicher Realität schickte die Aktie auf Talfahrt, nach der Bekanntgabe dieser Zahlen verlor das Papier satte elf Prozent an Wert.
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