Die Sonne stürmt: Starlink verliert 40 Satelliten direkt nach dem Start

Christian Kahle, 09.02.2022 08:22 Uhr 14 Kommentare
Der Weltraum ist alles andere als eine ungefährliche Umgebung. Das zeigte sich bei einem Zwischenfall, durch den das Raum­fahrt-Un­ter­neh­men SpaceX eine ganze Reihe von frisch in den Or­bit aus­ge­setz­ten Star­link-Satelliten verlor. In der letzten Woche schoss SpaceX vom Kennedy Space Center in Florida aus insgesamt 49 neue Starlink-Satelliten mit einem Falcon 9-Launcher in den Orbit. Im Grunde sollte es sich um eine Routine-Mission handeln. Immerhin hat SpaceX bereits über 2000 Satelliten dieser Art in ihren Umlaufbahnen um die Erde platziert. Es kam dann allerdings ein wenig anders.

Wie das Unternehmen mitteilte, brach ein geomagnetischer Sturm aus. Dies geschieht, wenn eine besonders große Menge an Partikeln von der Sonne auf das Magnetfeld der Erde treffen und so nicht mehr hinreichend abgelenkt werden können. Sie dringen dann weit vor und können die Elektronik in Satelliten beschädigen.

Notmodus funktionierte kaum

Auch bei SpaceX ging umgehend das Signal an die Starlink-Satelliten heraus, die Systeme auf Standby zu schalten und sich in eine günstige Position zu drehen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Kurz nach dem Aussetzen waren die Systeme in ihrer noch unfertigen Position besonders anfällig. 40 von ihnen wurden so stark beschädigt, dass sie ihre Arbeit gar nicht erst aufnehmen können.

Nach Angaben des Unternehmens müssen sie komplett abgeschrieben werden. Sie werden jetzt wieder in die Atmosphäre der Erde eintreten und während dieses Vorgangs verglühen. Bei einem Teil ist dies auch schon geschehen. Das ist ohnehin irgendwann vorgesehen, denn so soll vermieden werden, dass längere Zeit Schrott die Umlaufbahnen blockiert. Wie hoch der Schaden am Ende ausfällt wurde von SpaceX nicht konkret benannt.

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