Vodafone bestätigt Mobilfunk-Ausfall durch Hacker-Angriff in Portugal

Roland Quandt, 08.02.2022 15:06 Uhr 3 Kommentare
Der Netzbetreiber Vodafone ist Opfer einer Cyperattacke geworden, durch die es zu einer massiven Störung im Mobilfunknetz des Unternehmens in Portugal kam. Der Konzern bestätigte den Vorfall, nachdem gestern zahlreiche Kunden Probleme meldeten. Wie Vodafone Portugal in einer Pressemitteilung bestätigte, gab es in der Nacht zum 7. Januar 2022 einen Angriff auf die Infrastruktur des Unternehmens, die zur Folge hatte, dass das Mobilfunknetz des Betreibers in dem südeuropäischen Land teilweise ausfiel. Man habe umgehend reagiert, um die Auswirkungen der Attacke einzugrenzen, doch anscheinend bestehen die Probleme teilweise weiter.

4G/5G-Netze noch immer gestört

Vodafone Portugal zufolge sind die schnellen Datennetze auf Basis von 4G und 5G derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Das Gleiche gelte auch für die Telefonie per Festnetz, SMS-Dienste, Sprachboxen und Internet-TV. Das 3G-Netz war zunächst ebenfalls betroffen, heißt es, ist aber mittlerweile wieder fast vollumfänglich nutzbar.

Der Umfang und die Schwere der über das Internet erfolgten Attacke auf das Netz von Vodafone in Portugal würde größere und länger andauernde Arbeiten zur Folge haben, hieß es weiter. Vodafone arbeite deshalb mit externen Partnern sowie seinen eigenen nationalen und internationalen Teams daran, die Probleme zu beseitigen. Die Arbeiten würden wahrscheinlich im Lauf des heutigen Dienstags deutliche Fortschritte machen und hoffentlich abgeschlossen, so das Unternehmen weiter.

Vodafone hat mittlerweile die zuständigen Behörden informiert und kooperiert mit ihnen, um den Urhebern des Angriffs auf die Schliche zu kommen. Es gebe keinerlei Hinweise auf die Kompromittierung von Kundendaten, erklärte der Konzern. Es ist das erste Mal, dass bei einem europäischen Netzbetreiber in Folge eines Hacker-Angriffs ein derart weitreichender Ausfall auftrat. Zu den Hintergründen und Details hat sich Vodafone Portugal noch nicht geäußert.
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