Google Stadia: Nur Streaming-Technologie bleibt zukünftig bestehen

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[o1] Ryou-sama am 05.02. 18:51
+3 -1
Wie auch die meisten Google-Produkte. Stadia war schon direkt bei der Markteinführung zum Scheitern verurteilt. Die Zeit ist noch nicht reif für eigenständiges Game-Streaming.

Anders sieht es z.B. bei Xbox Cloud Gaming aus. Dies bietet eine Alternative zum klassischen Game Pass und ist schon im Ultimate-Abo enthalten. Während die klassische Prozedur (erst Spiel downloaden, dann zocken) zuhause verwendet wird, kann das Cloud Gaming unterwegs, oder falls die eigene Xbox bereits "besetzt" ist, alternativ verwendet werden.
[o2] MrKlein am 05.02. 19:03
+1 -
Warum ziehen die großen Internet Firmen sowas nicht einfach mal ein paar Jahre mit Verlust durch? Egal ob Google, Mircrosoft oder Amazon (bei Apple kenn ich mich nicht aus), alle stampfen Dinge ein, die nicht so performen wie sie sich das vorstellen. Obwohl genug Potential da wär und die einfach nur etwas warten müssten. Daweil könnten die das locker ein paar Jahre mit Verlust betreiben. Wir reden ja hier nicht von Milliarden Verlust, eher ein paar Millionen in einigen Jahren. Und kommt mir jetzt bitte nicht "aber die müssen auf ihre Finanzen schauen und Gewinn machen". Wer im Quartal teilweise 2stellige Milliarden GEWINNE!! macht, kann auch mal ein Produkt mit Minus betreiben. Man stelle sich nur vor, Mircosoft oder Sony hätten am Anfang der Konsolen die Dinger nach 1-2 Jahren eingestampft. Dann hätten wir heute keinen Konsolenmarkt...
[o3] Alexmitter am 05.02. 19:11
+3 -3
Um so eher Stadia stirbt, um so besser. Es soll als gescheitertes DRM Produkt mit der am ehesten zum fremd-schämen einladenden Werbung in die Geschichte eingehen.
[re:1] FatEric am 07.02. 08:56
+1 -
@Alexmitter: Wo ist der Unterschied zu XBox/ PS und Switch? Sollen die auch alle untergehen?
[o4] chillah am 05.02. 20:53
+1 -
Stadia ist von Anfang an als Tech Demo und Werbung released worden. Würde mich nicht wundern, wenn die großen (noch) unabhängigen Publisher bald ihre Spiele als Stream verkaufen mit Stafia Technik im Hintergrund. Denn technisch sind die anderen Streaminganbieter weit hinterher. Da ist google mit der Infrastruktur einfach Konkurrenzlos.
[re:1] mlodin84 am 05.02. 22:08
+ -1
@chillah: ganz bestimmt...
[re:1] chillah am 05.02. 23:21
+1 -
@mlodin84: Wie erklärst du dir sonst, dass ein Haufen Kohle in Technik und Infrastruktur investiert wurde, und dann so offensichtliche Fehler bei der Vermarktung macht, falls denn Stadia wirklich als Konkurrenz dastehen sollte? Klar, Google grave yard und so, aber im Vergleich zu vielen anderen Leichen ist Stadia ne ganz andere Nummer. Das ganze macht doch nur Sinn, wenn Stadia als Know How Quelle und großer Beta Test geplant war bzw. ist. Wer weiß, vielleicht hat Sony bald mit Google Stream im Hintergrund, würde PS Now auf jeden Fall sehr aufwerten.
[re:2] Sterneneisen am 06.02. 21:02
+ -1
@chillah: Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die xCloud, GeForce Now oder Shadow.tech weit hinter Googles Stadia sind. Die funktionieren alle auf ihre Weise gut und haben Stärken und Schwächen. Auch Stadia ist, entgegen der Versprechen, weit weg von Perfekt.
[re:1] chillah am 07.02. 10:42
+ -
@Sterneneisen: Abgesehen vom Lizenzmodell, welches aber meine Annahme stützt, und auch gewiss bei vielen Punkten kann (man kann ein AAA Spiel kaufen und spielen, ohne in teure Hardware zu investieren), ist für den Endverbraucher die Technik sehr wohl überlegen. In einem der wichtigsten unter vielen Aspekten, der Latenz, ist Stadia konkurrenzlos, und das teilweise bei 4k. Gleiches gilt für die Qualität des Streams und der Handhabung, alles fast wie bei den gängigen Konsolen. Geforce und Shadow adressieren hier eine andere Zielgruppe, die mMn. nicht so schnell vom PC abrücken wird. Zur Skalierbarkeit und Handhabung anbieterseits ist es schwer eine Annahme zu treffen.
[re:1] Sterneneisen am 07.02. 12:43
+ -
@chillah: Das sehe ich anders. Für den Endverbraucher ist die xCloud (sobald sie im vollem Umfang nutzbar ist) wesentlich interessanter. Man hat Zugriff auf eine riesige Spielebibliothek und das für etwa den Preis von Netflix. Hingegen hat man bei Stadia eine viel geringere Auswahl an Spielen und man muss darauf hoffen, dass der Dienst nicht irgendwann stirbt. So wie es jetzt wohl auch kommen wird.

Auch ist die Latenz (welche bei den Konkurrenten übrigens auch sehr gut ist) bei weitem nicht der wichtigste Faktor. Denn die Zielgruppe für Stadia und xCloud interessieren sich schlicht weg nicht dafür. Allen, denen das wichtig ist, werden auch in Zukunft nicht auf Cloud Gaming wechseln. Das schreibst du ja auch selbst.

Die Handhabung von Stadia war zu Beginn eine Katastrophe. Ich weiß nicht, ob sich da was gebessert hat. Aber es war lange Zeit undurchsichtig, wie Stadia in welcher Qualität und mit welchem Controller funktioniert.

Hinzu kommt, dass aus Sicht des Entwicklers, Stadia eine zusätzliche Plattform neben dem PC, XBOX, PS und Switch ist. Und da hat Google einfach schlicht nicht genügend Marktmacht im Gaming Bereich, um da wirklich Einfluss zu nehmen. Google oder meinetwegen Alphabet müsste da viel mehr Zeit und Geld investieren, damit daraus was wird. Da haben sie scheinbar keinen Bock drauf. Aber ich schweife ab?

Ich sage nicht, dass die Technik von Stadia schlecht ist. Im Gegenteil, ich denke die ist prinzipiell sehr gut. Aber die anderen Dienste sind eben auch nicht schlecht und Stadia ist eben nicht so viel besser, als das sie in der Lage gewesen wären, genügend Kunden anzuziehen. Das ist nun mal ein Fakt der unbestreitbar ist.
[re:1] chillah am 07.02. 13:18
+ -
@Sterneneisen: Da ich neugierig war, habe ich Stadia als day1 getestet. Mit CCU und Stadia Controller, so wie von google vorgesehen, lief das ganze direkt völlig rund. Die Latenz ist bis zu dem Punkt wichtig, als dass die Mehrheit keine Unterscheide zur stationären Lösungen merkt, und das ist bei xcloud sowie Teilweise bei GeForce now leider noch der Fall. Ansonsten gebe ich dir in fast allen Punkten recht, wenn Stadia als Plattform als Konkurrenz der 3 Großen + PC stehen soll. Aber alle strategischen Schritte von Google bzgl. Stadia lassen ganz andere Schlüsse zu. Ich bleib dabei, das war/ist ein Betatest für die technische Ebene und die Zielgruppe sind die Publisher, welche Spiele direkt als Stream, losgelöst von einer Plattform oder als Teil des eigenen Vermarktungskanals, vermarkten wollen.
[o5] ZiegeDotCom am 06.02. 08:40
+ -1
ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Infrastruktur, in Deutschland, ein solches Angebot überhaupt ermöglicht. zumindest bezweifle ich dies flächendeckend. in einer Kleinstadt, im Osten, kamen die Leitungen schon sichtlich an ihre Grenzen, während des lockdowns. auch aus Berlin ist mir bekannt, das in einem "Hochhaus" die Datenrate schon mal einbrechen kann wenn ein Großteil der Bewohner daheim ist.
[re:1] FatEric am 07.02. 09:10
+1 -
@ZiegeDotCom: Doch das geht hier. Sogar sehr gut. Es gibt auch zig Millionen Anschlüsse, die das Packen. Also die Mehrheit könnte Stadia hier nutzen, so wie es vorgesehen ist.
[re:1] ZiegeDotCom am 07.02. 12:15
+ -
@FatEric: kann ich nur schwer glauben. Einzelanschlüsse definitiv, wie sie es allerdings aus, wenn der ganze Aufgang, eines Mehrfamilien Hauses und weitere Häuser in der Straße streamen. Dazu kann es noch keine Erfahrungswerte geben. Wie schon angedeutet, während des "lockdown", kam selbst unser backbone an seine Grenzen. Von flächendeckenden gaming via Stream, ist da noch gar nicht zu denken.
[re:1] FatEric am 07.02. 13:25
+ -
@ZiegeDotCom: Netflix, Amazon, Disney und wie sie alle heißen, das funktioniert doch jetzt auch schon ohne Probleme? Stadia hat nur wenig mehr Ansprüche. Natürlich gibt es Anschlüsse, bei denen es nicht geht, aber gerade VDSL Anschlüsse sind relativ stabil bei Datenrate und Ping und davon gibt es über 30 Millionen mögliche Anschlüsse mit ausrechend Datenrate bei 40 Millionen Haushalten. Kabel, FTTH und andere Anbieter nicht mitgezählt. Also ich nutze Stadia an einem 50 Mbit/s VDSL Anschluss und das funktioniert in 4k ohne Aussetzer. Das Internet in Deutschland ist nicht so schlecht, wie oft behauptet wird. Gerade der Backbone ist hierzulande ganz ordentlich. Es hapert leider nur daran, die Datenrate auch in die Wohnungen zu bringen, aber für Stadia reichen wie gesagt 50 Mbit/s locker.
Allerdings zweifel ich inzwischen auch stark, dass Stadia erfolgreich werden wird. Auch wenn es funktioniert, es fehlen einfach Spiele und gute Angebote.
[re:1] ZiegeDotCom am 08.02. 13:42
+ -
@FatEric: kommt scheinbar darauf an, wo man wohnt
[o6] USA22 am 06.02. 17:19
+ -1
Ich denke Stadia ist auch deswegen gescheitert, weil Leute absehen konnten, dass es in ein paar Jahren eingestampft wird und sie deswegen kein Geld für Spiele ausgeben wollten, die nur auf der Platform laufen. Selbsterfüllende Prophezeiung quasi...
[o7] FatEric am 07.02. 09:13
+ -
Warum sollte man Stadia einstellen, wenn die Technik und das drum herum alles weiter bestehen bleiben soll und für weitere Zwecke genutzt werden soll? Stadia bringt ja Umsatz rein und die meisten Kosten dafür sind ja schon längst erbracht. Wenn aber die Technik und alles drum herum eh weiter laufen soll, dann gilt das auch für Stadia. alleine schon deswegen, weil man sich den Rechtsstreit mit Kunden ersparen will, die Spiele gekauft haben. Einen ähnlichen Fall gab es schonmal bei Microsofts eBookstore, der zugemacht hat und man alle Käufer der eBooks, die dann nicht mehr abrufbar waren, entschädigen musste.
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