Windows 10/11: TPM 2.0 sorgt für Probleme mit AMD-Prozessoren

Stefan Trunzik, 27.01.2022 07:55 Uhr 39 Kommentare
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Trotz diverser Updates hinsichtlich der Performance von AMD-Pro­zes­so­ren unter Windows 10 und Windows 11, be­rich­ten mehr und mehr Nutzer von so genannten "Stut­te­ring"-Pro­ble­men. Ruckler dieser Art sollen in Ver­bin­dung mit einer aktivierten TPM 2.0-Funktion (fTPM) auftreten. Ende Oktober adressierte Microsoft und AMD mit einem optionalen Windows 11-Update die Probleme mit Ryzen-CPUs, die in Verbindung mit dem verwendeten L3-Cache für Leistungseinbußen sorgten. Doch auch weiterhin häufen sich die Berichte über kurzzeitig einfrierende und stockende PC-Systeme. Dabei scheint es egal zu sein, ob man sich auf dem Desktop, in Apps oder Spielen aufhält. Als Ursache konnten viele Nutzer das Trusted Platform Module (TPM) ausmachen, welches Windows 11 für Upgrades und Updates voraussetzt.



Deaktivierung von AMD fTPM im UEFI-BIOS (bisher) einzige Lösung

Wenn der Mauszeiger für wenige Sekunden ins Stottern gerät (siehe Video), der Ton verzerrt abgespielt wird und sich der Windows 11-PC wie in Zeitlupe verhält, könnten Nutzer von AMD Ryzen-Prozessoren tatsächlich von der TPM-Problematik betroffen sein, die erst kürzlich in diversen Reddit-Beiträgen genauer beschrieben wurde. Offiziell bestätigt wurde der Fehler seitens Microsoft und AMD noch nicht, doch ein Firmware-Update für CPU, Chipset, Mainboard und Betriebssystem wird von Betroffenen sehnlichst erwartet. Der einzige Workaround sieht vor, die fTPM-Funktion im UEFI-BIOS zu deaktivieren.

Hinweis des Reddit-Nutzers: "Bitte denke daran, wenn du das TPM deaktivieren willst: Wenn du BitLocker verwendest, solltest du deinen Verschlüsselungsschlüssel griffbereit haben. Du wirst ihn wahrscheinlich brauchen."

Während diese Lösung unter Windows 10 eine gute Entscheidung zu sein scheint, sollten Windows 11-Nutzer vorsichtig sein. Die Redmonder setzen nicht nur beim Upgrade auf das neue Betriebssystem, sondern auch bei Aktualisierungen den vor Jahren eingeführten Sicherheitsstandard voraus. Nutzer laufen bei einer Deaktivierung Gefahr, von zukünftigen Updates ausgeschlossen zu werden - was bisher allerdings (noch) nicht der Fall ist. Nun bleibt es abzuwarten, bis die Ursache des "Stuttering"-Problems gefunden wird, die das Zusammenspiel von Windows-Systemen und TPM 2.0 stört.

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