Telekom gibt auf: Streaming-Dienst Magenta Gaming wird eingestellt

Stefan Trunzik am 25.01.2022 10:20 Uhr
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Das Spiele-Streaming-Experiment der Deutschen Telekom ist gescheitert. Bereits Ende Februar 2022 schließt der Netzbetreiber die Pforten seiner Magenta Gaming-Plattform. Für eineinhalb Jahre bot man über 120 Titel zum Spielen in der Cloud an. Das Interesse der Kunden war gering.

Erst im August 2020 hatte sich die Telekom in das Segment des Cloud-Gamings vorgewagt, konnte sich auf Dauer allerdings nicht gegen Größen wie Google Stadia, Nvidia GeForce Now und Microsofts xCloud-Dienst innerhalb des Xbox Game Pass durchsetzen. Gegenüber Caschys Blog und Heise bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens die Entscheidung: "Magenta Gaming wurde leider nicht wie erhofft angenommen, sodass wir uns dazu entschieden haben, den Dienst einzustellen."

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Das Spieleangebot konnte Gamer nicht überzeugen

Abonnenten des Spiele-Streaming-Dienstes, der nach einer Testphase für monatlich 6,95 Euro angeboten wurde, werden am heutigen 25. Januar per E-Mail über die Kündigung ihrer Mitgliedschaften informiert. Am 26. Februar 2022 soll dann die offizielle Stilllegung folgen. Während Stadia und GeForce Now einzig und allein die Cloud-Gaming-Plattform bereitstellen, bot Magenta Gaming mehr als 120 Spiele auf Abruf in einer Flatrate an.

Die Auswahl an interessanten Titeln war jedoch beschränkt. Auch Games wie Control, Tropico 6, MotoGP 20 und WRC 9 konnten das Ruder nicht rumreißen. Im Angebot der Telekom überschatteten vergleichsweise unbekannte Indie-, Arcade- und Kinder-Titel nebst Simulatoren das eigentliche Potenzial des Dienstes. Als Highlights werden zum aktuellen Zeitpunkt noch immer Spiele wie Garfield Kart, Autobahn Police Simulator 2, Asterix & Obelix und der Urlaubsflugsimulator aufgeführt.

Nicht nur Telekom Magenta Gaming, auch Google Stadia steht in Deutschland auf wackligen Beinen. Wie eine Umfrage aus dem letzten Jahr (Infografik) zeigt, liegt der Cloud-Gaming-Service des Suchmaschinenriesen im Vergleich zu Abo-Diensten mit Streaming-Komponenten, wie dem Xbox Game Pass und PlayStation Now, im Rückstand.

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