Microsoft Pluton: Sicherheitschip bleibt in Lenovo-Geräten deaktiviert

Tobias Rduch, 24.01.2022 12:37 Uhr 10 Kommentare
Microsoft hat mit Pluton einen neuen Sicherheitschip entwickelt, der die Funktionen eines TPMs übernehmen soll. Obwohl Lenovo einige seiner Laptops mit dem Chip ausstatten möchte, soll Pluton standardmäßig deaktiviert bleiben. Die Nutzer können den Chip manuell aktivieren. Der Sicherheitschip wurde in die Ryzen Mobile 6000-Reihe von AMD integriert. Im Rahmen der CES hatte Lenovo bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass sich die Prozessoren in zukünftigen Laptops finden lassen. Dabei soll es sich um die Thinkpad-Modelle Z13, Z16, T14, T16, P16s und X13 handeln. Laut The Register wird Microsoft Pluton von den verbauten Prozessoren zwar unterstützt, aber in den Geräten nicht von Werk aus aktiviert sein.

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Wer Microsoft Pluton verwenden möchte, hat natürlich die Möglichkeit, den Sicherheitschip über das BIOS zu aktivieren. Mit Pluton möchten die Redmonder Windows-Rechner besser gegen Angriffe schützen und damit die Sicherheit der Systeme verbessern. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Trusted Platform Module (TPM) hat Pluton den Vorteil, dass die Funktionen direkt in die CPU integriert werden. Kritiker befürchten, dass Microsoft viele Features nur in Verbindung mit Windows 11 anbietet und andere Betriebssysteme somit aussperrt.

Andere Hersteller könnten ähnlich verfahren

Bei Lenovo dürfte es sich nicht um den einzigen Hersteller handeln, der die Entscheidung über die Nutzung des Sicherheitschips den Kunden überlässt. AMD zufolge stellt Microsoft Pluton ein optionales Feature da, sodass die Hersteller selbst festlegen können, ob der Chip standardmäßig aktiviert wird oder nicht. Es ist davon auszugehen, dass auch weitere OEMs sich der Vorgehensweise von Lenovo anschließen und Pluton zunächst deaktiviert lassen.

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