Phil Spencer beruhigt: Call of Duty bleibt (vorerst?) auf der PlayStation

Witold Pryjda, 21.01.2022 09:02 Uhr 25 Kommentare
Microsoft hat diese Woche mit der Übernahme von Activision Blizzard ein schweres Branchenbeben ausgelöst. Das hat auch Folgen für Sony und die PlayStation-Spieler. Nun hat Microsofts Gaming-Chef Phil Spencer bestätigt: Man werde Call of Duty "auf der PlayStation lassen". Microsoft bezahlt fast 69 Milliarden Dollar für Activision Blizzard und das macht man natürlich nicht, um so weiterzumachen wie bisher. Es ist also klar: Viele Titel des (künftig) gekauften Publishers werden zu Microsoft- bzw. Xbox-/PC-exklusiven Spielen. Doch viele fragen sich, was mit dem sicherlich wichtigsten Spiel von Activision passiert, nämlich Call of Duty.

Sony mahnt, Microsoft beruhigt

Dazu hat Sony bereits gestern eingemahnt, dass man erwartet, dass der Redmonder Konzern bestehende Vereinbarungen einhält und den Shooter auf der PlayStation weiterhin bereitstellt. Dazu hat sich nun auch Microsoft Gaming-CEO Phil Spencer zu Wort gemeldet und Sony-Manager und PlayStation-Besitzer beruhigt, fürs Erste jedenfalls.

Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Denn Spencer schriebt auf Twitter: "Ich hatte diese Woche gute Gespräche mit den Verantwortlichen bei Sony. Ich habe unsere Absicht bekräftigt, alle bestehenden Vereinbarungen nach der Übernahme von Activision Blizzard einzuhalten, und unseren Wunsch, Call of Duty auf der PlayStation zu belassen. Sony ist ein wichtiger Teil unserer Branche, und wir schätzen unsere Beziehung."

Was bedeutet das wirklich?

Das dürfte für viele nach einer guten Nachricht klingen, allerdings lässt die Formulierung auch einigen Interpretationsspielraum zu. Denn zum einen kann es natürlich sein, dass man aktuelle oder auch künftige Call of Duty-Titel dauerhaft auf Sony-Konsolen belässt.

Allerdings kann man die Aussagen des obersten Gamers von Microsoft zum anderen auch so deuten, dass man lediglich bestehende Verträge einhalten wird, nicht mehr, nicht weniger. Es ist sogar denkbar, dass PlayStation-Spieler künftig nur noch Free-to-Play-Titel wie Warzone bekommen werden. Für Klarheit wird also auch hier nur die Zukunft sorgen.

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