Sony erwartet, dass man weiter Call of Duty & Co. von Microsoft erhält

Witold Pryjda, 20.01.2022 14:56 Uhr 10 Kommentare
Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft ist und bleibt das Gesprächsthema Nummer 1 in der Gaming-Branche und während der Redmonder Konzern jubelt, befindet sich der Sony-Kurs seither im Sinkflug. Der PlayStation-Hersteller versucht indes zu beruhigen. Zum bisher größten und auch spektakulärsten Deal, den es je im Gaming-Geschäft gegeben hat, gibt es noch diverse Fragen, darunter zur kartellrechtlichen Genehmigung sowie auch, was mit Spieletiteln für Konkurrenzkonsolen passiert. Unklar ist vor allem, ob PlayStation-Spieler künftig wie bisher an Spiele des Publishers herankommen werden, darunter natürlich an den Megahit und Dauerbrenner Call of Duty.

Microsoft hat im Zuge der Übernahme angedeutet, dass sich nichts ändert, da man keine Communitys auseinanderreißen will. Allerdings kann man diese Aussage wohl mit einem dicken "vorerst" versehen, denn ähnliche Aussagen gab es auch nach der Übernahme von Bethesda - und mittlerweile steht fest, dass die künftigen Teile von The Elder Scrolls, Fallout und Co. Xbox- und PC-exklusiv sein werden.

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Aktuell gibt sich Sony aber zuversichtlich, dass man auch künftig Activision Blizzard-Spiele bekommen wird. Denn gegenüber dem Wall Street Journal sagte ein Sony-Sprecher: "Wir erwarten, dass Microsoft sich an die vertraglichen Vereinbarungen hält und weiterhin dafür sorgt, dass Activision-Spiele plattformübergreifend angeboten werden."

Keine Garantie

Allerdings dürfte diese Formulierung nicht gerade für langfristige Beruhigung der PlayStation-Spieler sorgen. Denn natürlich muss und wird Microsoft aktuelle Vereinbarungen einhalten, zumal man den Publisher offiziell noch nicht übernommen hat.

Aber auch wenn man annimmt, dass kartellrechtlich keine Einsprüche kommen, wird der Redmonder Konzern laufende Verträge erfüllen (müssen) - so wie man es bei Bethesda und Deathloop gemacht hat. Was danach passiert steht aber in den Sternen. Denn nach dem Auslaufen hindert Microsoft nichts daran, viele Titel zu exklusiven Games zu machen.

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