Xbox-exklusives Call of Duty könnte Activision Blizzard-Deal erschweren

Witold Pryjda, 20.01.2022 09:15 Uhr 33 Kommentare
Langsam legt sich der Staub, den Microsoft mit der Bekanntgabe der Übernahme von Activision Blizzard aufgewirbelt hat, die Fachwelt fragt sich aber immer noch, wie der Redmonder Konzern das bei Kartellwächtern durchbekommt. Ein Schlüssel könnte Call of Duty sein. Microsoft hat Anfang dieser Woche bekannt gegeben, dass man Activision Blizzard übernimmt, zum 68,7-Milliarden-Dollar-Deal gibt es aber viele offene Fragen. Wir haben die wichtigsten in einer Übersicht beantwortet und ganz oben steht natürlich der Punkt "Was machen die Kartellhüter?". Denn der Deal muss durch US-amerikanische und europäische Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden und das ist alles andere als sicher.

Denn eine Übernahme von Activision Blizzard würde Microsoft zum weltweit drittgrößten Gaming-Unternehmen machen. Zwar wären Tencent und Sony in diesem Fall immer noch größer, ob dieses Argument die US- und EU-Kartellwächter besänftigt, ist aber fraglich.

Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte

Gaming-fokussierte Analysten sind deshalb gefragte Gesprächspartner und GamesIndustry.biz hat auch mit mehreren gesprochen und sie gefragt, was dieses Geschäft für die Branche bedeutet sowie ob und wie das Geschäft durchgehen könnte.

Wird Call of Duty Microsoft-exklusiv?

David Cole von DFC Intelligence meint etwa, dass das wichtigste Activision-Spiel ein Schlüssel sein könnte: "Die große Frage ist, ob Call of Duty ein Microsoft-Exklusivtitel wird. Im Moment glaube ich nicht, dass es das wird. Zum einen wäre es schwer, es an den Regulierungsbehörden vorbeizubekommen, wenn sie die Konkurrenz aussperren wollen."

Xbox-Chef Phil Spencer hat bereits angedeutet, dass man nicht alle "Communitys von ihren Plattformen abziehen" wird - allerdings gab es ähnliche Aussagen nach der Bethesda-Übernahme.

Von Seiten der Anleger erwartet Cole aber keine Probleme: "Activision, Blizzard und King waren wirklich drei einzigartige Unternehmen, und es wurde spekuliert, dass sie aufgeteilt werden könnten. Für die Aktionäre ist dies wahrscheinlich das beste Szenario, da die Bewertung wirklich solide ist. Microsoft war eines der wenigen Unternehmen, das bereit war, die ganze Pille zu schlucken, und das war eine Überraschung."

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