Activision Blizzard-Übernahme: Was passiert mit CEO Bobby Kotick?

Witold Pryjda, 19.01.2022 09:23 Uhr 16 Kommentare
Gestern hat Microsoft für ein schweres Branchenbeben gesorgt, denn der Redmonder Konzern hat die Übernahme von Activision Blizzard bekannt gegeben. Der Deal wirft auch viele Fragen auf, darunter jene nach der Zukunft von Activision Blizzard-CEO Bobby Kotick. Kotick als ungeliebt zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung, der aktuelle Chief Executive Officer von Activision Blizzard ist bei vielen Spielern und auch eigenen Mitarbeitern regelrecht verhasst. Grund dafür sind u. a. seine Bonuszahlungen, die er auch erhielt, als das Unternehmen Mitarbeiter entließ, zuletzt kam auch ein miserables Management der Belästigungsaffäre hinzu.

Bobby Kotick
Bobby Kotick

Kotick bleibt Activision Blizzard-Chef - noch

Mit der angekündigten, rund 69 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft stellt sich auch die Frage nach der Zukunft von Kotick. Der Redmonder Konzern beantwortet diese ausweichend. Denn man hat zwar erklärt, dass Phil Spencer nach der Absegnung des Deals durch Aktionäre und Kartellbehörden die Gesamtleitung von Microsoft Gaming übernehmen wird, eine konkrete Aussage zu Koticks Zukunft macht man aber auch nicht.

Kotick selbst klingt, als würde er auch künftig zur Verfügung stehen (wollen). Denn wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, hat er erklärt, dass er zur Verfügung stehe, um die "bestmögliche Integration" (von Activision Blizzard) gewährleisten zu können.

Abschied wahrscheinlich

Ob Microsoft an einer solchen Hypothek interessiert ist, bleibt natürlich eine andere Frage. Denn Kotick polarisiert und ist wie erwähnt für viele ein rotes Tuch. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das WSJ berichtet, dass hinter den Kulissen sein Abgang vorbereitet wird. Sobald die Übernahme unter Dach und Fach ist, wird Kotick laut Informationen der Zeitung seinen Hut nehmen (müssen). Darauf sollen sich beide Unternehmen bereits geeinigt haben.

Für Microsoft wird das allerdings nicht billig, denn laut früheren Vereinbarungen wartet auf den CEO ein Abfindungspaket in Höhe von 293 Millionen Dollar, wenn er seinen Job durch eine Übernahme verliert.

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