Auch Aliens könnten Monde haben: Astronomen entdecken Exomond

Witold Pryjda am 14.01.2022 11:58 Uhr
Die Frage nach dem "Sind wir alleine im Universum?" beschäftigt die Menschheit schon sehr lange und entsprechend intensiv blicken wir ins All, um einer Antwort näher zu kommen. Die Mittel sind auch immer besser und so lässt sich ein immer klareres Bild zeichnen.

Es ist noch nicht allzu lange her, dass wir uns fragten, ob die Erde der einzige Planet sei, auf dem Leben möglich ist. Alleine die Wahrscheinlichkeit legte schon den Schluss nahe, dass es noch viele andere solcher Himmelskörper geben muss, doch es ist deutlich schwerer, einen Planeten zu finden als eine Sonne. Mittlerweile lassen sich aber so genannte Exoplaneten verhältnismäßig leicht entdecken und wir bekommen dadurch ein besseres Bild, wie das Universum aussieht.

Mittlerweile können nicht nur Exoplaneten entdeckt werden, sondern sogar Exomonde. Denn wie Space berichtet, gelang es Astronomen, einen Mond in einem anderen Sonnensystem zu identifizieren, wahrscheinlich zumindest. Auch hier kann man nicht wirklich überrascht sein, dass es auch anderswo Monde gibt, dennoch ist ein Mond naturgemäß noch schwieriger zu entdecken als ein Planet.

Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail
Infografik Hubble-Nachfolger: Das James-Webb-Weltraumteleskop im Detail

Riesiger Mondkandidat

Im aktuellen Fall ist es sogar der zweite Kandidat dieser Art, er wurde mit Hilfe des mittlerweile aufgegebenen Weltraumteleskops Kepler entdeckt. Das ist zwar bereits 2018 in Ruhestand gegangen, die Datenauswertung läuft aber bis heute. Laut den Forschern hat der Mond oder besser gesagt Mondkandidat in etwa die Größe eines Mini-Neptuns und befindet sich im Orbit eines (Gas-)Planeten im Ausmaß des Jupiter.

Die Vorsicht der Wissenschaftler hat natürlich einen Grund, denn sie haben natürlich keinen direkten Blick auf Monde oder auch Exoplaneten. Vielmehr werden Signale aus deren Richtung studiert bzw. analysiert. Astrophysikerin Marialis Rosario-Franco erklärt: "Die Exolunar-Wissenschaft ist ein noch recht junges Gebiet, das vor Möglichkeiten nur so strotzt. Wir fangen gerade erst an, uns vorzustellen, dass wir in der Lage sein könnten, dies zu beobachten - und wir beobachten diese Objekte nicht direkt; Wir beobachten lediglich die Störung, die die Anwesenheit dieser Objekte in einem ansonsten normalen Exoplaneten-Signal verursacht."
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