Werbung für Krypto-Scam: Kim Kardashian soll Verlust der Opfer zahlen

Christian Kahle am 13.01.2022 15:46 Uhr
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Die so genannten Influencer Kim Kardashian und Floyd Mayweather Jr. haben unter ihren Anhängern Werbung für Investitionen in Kryptowerte gemacht. Nun fordern geprellte Opfer von den beiden Prominenten Schadensersatz für die dabei entstandenen Verluste.

Die Spekulationen in Kryptowährungen beruhen im Kern auf dem gleichen Prinzip wie die Pyramidenspiele, die vor der Internet-Zeit ihre Blüte erlebten. Wer Geld investiert, muss darauf hoffen, dass zukünftig durch andere Personen mehr investiert wird. Denn nur so steigt der Wert der digitalen Einheiten weiter. Insbesondere bei kleineren Krypto-Projekten wirkt sich ein Abbruch dieser Kette sehr schnell darin aus, dass die Anleger nahezu alles verlieren.

Damit die Gelder weiter fließen, muss zur Erschließung neuer Zielgruppen natürlich ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. Die oben genannten Personen - die als Reality-TV-Star beziehungsweise als Box-Champion Bekanntheit erlangten - machten beispielsweise Reklame für Investitionen in EthereumMax.

Regulierer geben Vorlage

Wie in verschiedenen anderen Fällen kam es hier dann dazu, dass Anleger schlicht den größten Teil ihrer investierten Gelder verloren. Mehrere Opfer der Krypto-Scams versuchen nun aber nicht nur von den Anbietern der digitalen Währungseinheiten Schadensersatz einzufordern. Vor einem US-Bundesgericht in Los Angeles reichten sie auch Klage gegen die beiden Influencer ein und wollen erreichen, dass diese für ihre Werbeaktion, an der sie selbst verdient haben, zur Verantwortung gezogen werden, berichtet die Financial Post.

Die Kläger stützen sich dabei auf frühere Einschätzungen von mehreren Regulierungsbehörden. Mayweather wurde beispielsweise bereits von der US-Börsenaufsicht SEC mit einem Bußgeld belegt, weil er für Kypto-Investitionen warb, ohne offenzulegen, dass er dafür bezahlt wurde. Kardashian erhielt im letzten Jahr eine Rüge der britischen Finanzaufsicht, weil sie ihren Instagram-Followern erzählte, dass sie in der Kryptobubble schnell reich werden könnten.

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