ÖPNV-Projekt gestoppt: Betrieb von Wasserstoff-Bussen viel zu teuer

oder

Zugangsdaten vergessen?

Jetzt kostenlos Registrieren!
[o1] DataLohr am 12.01. 15:39
+3 -
Ach was....

Wurde ja nur schon zig mal vorgerechnet und technisch bewiesen :p

In Polen Gdynia laufen E-Busse übrigens seit den 80er Jahren, die wurden mal in einem Projekt zusammen mit ner Uni gebaut.

Ich finde nur gerade den Artikel nicht, weil alles mit Nachrichten über die neuen E-Busse voll ist. Mein Kollege ist mal auf ner Geschäftsreise fast überfahren worden, weil er den Bus am Zebrastreifen nicht sah und man in Polen nicht anhält, nur weil jemand drüber gehen will :p

Ich erinnere mich aber nicht mehr, ob da Oberleitungen waren, ich glube aber nicht.
[re:1] Link am 12.01. 16:20
+ -
@DataLohr: In "Gdynia" gibts auf jeden Fall Oberleitungs-Busse, das ist aber nix besonderes, gabs auch früher in Deutschland, aber die Betriebskosten sind nun mal etwas höher als mit Diesel gewesen und entsprechend sind sie nach und nach abgeschafft worden.
[re:1] DataLohr am 12.01. 16:56
+ -
@Link: Die haben aber noch eine spezielle Besonderheit, ich meine die fahren auch einen guten Teil auf Akku.
[re:1] Link am 12.01. 17:11
+ -
@DataLohr: Hmm... kann sein, auf Wikipedia steht leider nichts zu irgendwelchen Erfolgen aus der Zeit bei "Batteriehilfsantrieb".

https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus#Hilfsantrieb
[re:2] Nunk-Junge am 13.01. 10:29
+ -
@DataLohr: Die Stadt Hamburg hat 10 Jahre lang Wasserstoffbusse betrieben und vor 2 Jahren wieder abgeschafft, weil es keinen Hersteller gibt, der die Busse in Serie fertigen kann. Elektromobilität ist aber schon viel, viel älter. Um 1900 waren in den USA mehr als 1/3 aller PKW elektrisch betrieben. Ab 1910 verbeiteten sich Elektrobusse mit Oberleitungen, während Elektro-PKW immer weniger eine Rolle spielten aufgrund der geringen Reichweiten im Vergleich zu Verbrennern. Die von Dir genannten 80er Jahre sind also gar nichts besonderes gewesen, wobei es damals noch überhaupt keine vernünftigen Batterien für den Zweck gab. Das ist inzwischen besser, daher ist Elektromobilität gerade groß im Aufwind. Die oben genannte Stadt Hamburg plant sogar ihre Fähren auf Elektroantrieb umzustellen. Aber da die Batteriekapazitäten für die Strecken nicht ausreichen, benötigen die Fähren zusätzliche Verbrenner-Motoren.
[re:1] DataLohr am 13.01. 11:19
+ -
@Nunk-Junge: Ja weiß ich. Ging nur um das eine Prjekt in Polen. Aber wie gesagt, ich finde den Artikel nicht mehr, da Google mitlerweile komplett überflutet ist mit anderem Scheiß. Hätte ich das eher gemerkt, hätte ich den Kommentar gar nicht geschrieben, so bringts leider nichts.
[o2] moniduse am 12.01. 15:46
+1 -
Bei Bussen wäre es ja auch kein Problem, die Akkus wechselbar einzubauen. Dann steht das Fahrzeug nicht stundenlang rum zum laden, sondern fährt kurz ins Depot, Akku wird getauscht und weiter gehts.
[re:1] Link am 12.01. 16:22
+ -
@moniduse: Die müssen gar nicht zum Depot, wenn man an den Endhaltestellen, wo die Fahrer auch Pausen machen, Lademöglichkeiten schafft. Gibts bei mir in der Nähe, nachdem eine Linie auf Elektro umgestellt wurde, Fahrer schläft, Bus lädt mit zwei solchen Stromabnehmern wie es sie ähnlich bei Straßenbahnen und so gibt.

EDIT: so sieht es aus:
https://resources.news.e.abb.com/images/2020/5/1/0/elbuss2.jpg

Die Stromabnehmer sind aber Teil der Säule und damit sind es Stromabgeber ;-)
https://resources.news.e.abb.com/images/2020/5/1/0/elbuss1.jpg
[re:1] DRMfan^^ am 12.01. 17:45
+ -
@Link: Busfahrer haben Schlafpausen zwischen ihren Fahrten? Das hätte ich nicht gedacht.
[re:2] Thunderbyte am 12.01. 19:25
+ -
@moniduse: Wenn die Akkus den ganzen Arbeitstag des Busfahrers halten, laden die Busse nachts / nach der Arbeit im Depot.
[re:3] Gast73109 am 13.01. 08:42
+ -
@moniduse: @Thunderbyte:
Ist nicht böse gemeint, aber ihr unterliegt wie viele dem immer gleichen Gedankenfehler. Die Busse werden nicht leer gefahren, um dann vollständig geladen zu werden.
Auf dem Weg von einer Haltestelle zur nächsten wird nicht viel Strom verbraucht. Man braucht also nicht viel nachladen. Jetzt muss man nur rechnen: Wieviel Strom verbrauche ich von einer Haltestelle zur nächsten? Wie lange hält ein Bus an den Haltestellen? Wieviel Strom bekomme ich in der Zeit nachgeladen? Damit kann der Akku auch deutlich kleiner ausfallen, als wenn der eine Schicht lang durchhalten müsste.

Hier mal ein funktionierendes Beispiel aus der Praxis. Die Seite erklärt das auch recht gut:
https://www.bsvg.net/unternehmen/elektrobusse-emil.html

Auszug: "Die Ladung der E-Busse erfolgt induktiv und berührungslos über Schnellladestationen an ausgewählten Haltestellen auf dem Linienweg während des Fahrgastwechsels."
[re:1] Nunk-Junge am 13.01. 10:49
+ -
@Gast73109: An normalen Haltestellen halten Busse nur wenige Sekunden, also überhaupt nicht genügend Zeit um einen Bus zu laden. In Deinem Beispiel wird aufgelistet, welche Daten die Buslinie hat. Der Bus hat eine sehr kurze Fahrstrecke von 12 km und fährt dort nur 39 Minuten und braucht dann 11 Minuten Ladezeit und 2 min an Haltestellen. Also grob gesagt, ist 1/4 der Zeit der Bus nicht für Betrieb verfügbar.
[re:1] Gast73109 am 19.01. 09:21
+ -
@Nunk-Junge: Also ich kann nur sagen, es funktioniert und rechnet sich (laut Betreiber). Ich bin jedenfalls noch nicht mit so einem Bus liegen geblieben.
Wie immer ist bei neuer Technik aber auch beim Kunden umdenken gefragt. Wenn ich weiß, dass meine Verbindung von A nach B zwölf Minuten dauert, dann ist es doch egal, ob da 2 oder 4 oder gar keine Minuten Ladezeit bei sind. Während deren Passagiere (teilweise) ein und aussteigen.
[o3] TomW am 12.01. 16:04
+ -
Hat man die letzten 20 Jahre doch immer wieder erprobt. Einziger Vorteil gegenüber Akkubussen war die höhere Reichweite, Betriebskostenmäßig können die weder mit Diesel- noch mit Akkubussen auch nur annähernd mithalten.

Und dem Thema Reichweite kann man mit Ladestationen unterwegs begegnen.
[o4] bamesjasti am 12.01. 17:51
+ -1
Haben die auch die Ergebnisse der Elektrobusse aus Berlin berücksichtige? Da was das Problem, dass die Akkus leider nur einen halben Tag gehalten haben - man bräuchte also 2 Busse für den ganzen Tag.
[re:1] vSphere am 13.01. 07:56
+1 -
@bamesjasti: Warum den kompletten Bus doppelt vorhalten? Ein zweiter Akku würde reichen.
[o5] KarstenS am 12.01. 18:19
+ -
"ÖPNV zum Nulltarif"

Interessant. Bei uns will das nur die Linke und wird dafür von allen Seiten ausgelacht.
[re:1] feuerlocke am 12.01. 18:41
+ -6
@KarstenS:
Und das ist auch richtig so !! Wer zahlt den die entstehenden Kosten ???? Die Stadt, die Gemeinde, der Staat?? Wovon, ja, genau von den Steuereinnahmen, also doch wieder von allen. Sogar von denen, die niemals einen Fuss in den ÖPNV setzen.
Was ist daran denn "Nulltarif" ?
[re:1] TomW am 12.01. 18:48
+ -
@feuerlocke: Mit diesem Modell werden trotzdem die Ärmsten entlastet. Die meisten Steuern azhlen nun mal immer noch Reiche.
[re:1] feuerlocke am 12.01. 19:07
+ -5
@TomW: Ach so, die, die Steuern zahlen, zählst du zu den Reichen........
Also die, die vermutlich am wenigsten den ÖPNV benutzen, sollen die Kosten tragen?
[re:1] Thunderbyte am 12.01. 19:27
+2 -1
@feuerlocke: Ja.
[re:2] TomW am 13.01. 00:25
+1 -
@feuerlocke: Das ist der ganze Sinn eines Sozialstaats. Dass primär die Reichen zahlen, damit auch die Armen ein Stück vom Kuchen des Lebensstandards abbekommen.
[re:2] Thunderbyte am 12.01. 19:27
+5 -1
@feuerlocke: Als (e)Autofahrer muss ich sagen: Straßen werden auch "sogar von denen, die niemals einen Fuß in ein Auto setzen" (aber evtl den ÖPNV benutzen) bezahlt.
[re:1] Link am 12.01. 20:14
+ -1
@Thunderbyte: Kann nicht sein, da die Straßen bereits zigfach von Autofahrern bezahlt werden.
[re:1] floerido am 12.01. 20:55
+ -
@Link: Straßen benötigen auch Pflege, sonst muss man wie jetzt im Sauerland eine noch größere Neuinvestition tätigen. Und dann sind alleine in NRW, stand jetzt, gut 20 Großbrücken bald baufällig und das bevor das Land 50 prüfen lassen hat.
[re:3] floerido am 12.01. 21:03
+1 -
@feuerlocke: Das nennt sich soziale Marktwirtschaft, da werden Steuern auch für soziale Projekte eingesetzt.
Der ÖPNV wird bereits jetzt stark subventioniert.
[re:4] Gast73109 am 13.01. 09:12
+ -
@feuerlocke: Das ist zu kurz gedacht. Es geht ja nicht nur darum den ÖPNV kostenlos anzubieten, sondern ihn auch auszubauen und den Individualverkehr weitesgehend obsolet zu machen.
Und mal eine vereinfachte Überlegung: Wer nutzt die Straßen einer Stadt? Größtenteils Menschen die dort Wohnen, Einkaufen und Arbeiten.
Also Miete zahlen an einen Vermieter, der Gewerbesteuern zahlt. Eine Rechnung bezahlen mit Mehrwertsteuer und indirekt Gewerbesteuer des Händlers (keine Kunden -> kein Gewerbe). Das Unternehmen der Arbeiter zahlt auch Gewerbesteuer. Wer zahlt also den ÖPNV - diejenigen die ihn auch nutzen könnten. Wer dann trotzdem lieber mit dem Auto fährt, der zahlt das Autofahren halt extra. Eine individuelle Entscheidung.
Die Einzigen die profitieren, sind Besucher der Stadt, die selbst oder für die während des Besuchs kein Cent ausgeben/ ausgegeben wird (oder weniger als das Nutzen des ÖPNV kostet).
Ja, der ÖPNV ist dafür noch nicht weit genug ausgebaut. Aber wie gesagt, nicht nur bis morgen denken.
[o6] Mungo am 14.01. 10:05
+ -
Wie bei der GEZ jeder Haushalt Zahlt summe x im Jahr. dafür kostenlose Nutzung.
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies