Reichweite verdoppelt: Start-up bringt Tesla auf 1200 km Reichweite

Nadine Juliana Dressler am 06.01.2022 18:55 Uhr
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Ein E-Auto-Start-up aus Michigan in den USA zeigt jetzt mit seiner neuen Batterie-Technik, welche Reichweite mit ihrem neuen Akku möglich ist. Sie haben dazu einen Tesla mit ihrer "Gemini-Batterie" umgerüstet und sind dann über 1200 Ki­lo­me­ter im Straßentest gefahren.

Das E-Auto-Start-up "Our Next Energy", kurz ONE, wird unter anderem vom deutschen Automobil-Riesen BMW unterstützt. Nun zeigt ONE in einer Demonstration, wie leistungsstark die experimentelle Batterie des Start-ups ist. Dafür hat ONE ein Tesla Model S umgerüstet. Regulär hat das Fahrzeug eine 103,9-kWh-Batterie, ONE hat dort indessen seine 207,3-kWh-Batterie auf demselben Raum untergebracht.

One Akku im Tesla
Der umgerüstete Tesla von ONE

"Die ONE Gemini-Batterie zielt darauf ab, die Reichweite als Hindernis für die Einführung von Elektrofahrzeugen zu beseitigen, indem sie die verfügbare Energie an Bord bei gleichem Bauraum verdoppelt", hieß es bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der Testfahrten (via Inside Eevs).

Auf dem Prüfstand schaffte One sogar über 1400 Kilometer

Das Tesla Model S absolvierte bereits Mitte Dezember mit dem Prototyp der ONE-Batterie einen Straßentest in Michigan mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88 km/h (55 mph). Der Testwagen erreichte mit einer vollen Batterieladung 752 Meilen, also über 1200 Kilometer. Später wurde das Model S auf einem Prüfstand mit einer Geschwindigkeit von 55 mph getestet und erreichte mit einer Akkuladung sogar eine Reichweite von 882 Meilen (1419 km).

"Wir wollen die Verbreitung von Elektrofahrzeugen beschleunigen, indem wir die Reichweitenangst beseitigen, die die meisten Verbraucher heute noch zurückhält", sagte Mujeeb Ijaz, Gründer und CEO von ONE. "Wir konzentrieren uns jetzt darauf, diese Proof-of-Concept-Batterie zu einem neuen Produkt namens Gemini weiterzuentwickeln, die Langstreckenfahrten mit einer einzigen Ladung ermöglicht und gleichzeitig die Kosten und die Sicherheit unter Verwendung nachhaltiger Materialien verbessert."

Bisher bestand der Ansatz der Branche zur Lösung des Reichweitenproblems darin, mehr Ladestationen einzurichten, denn leistungsstarke Batterien sind sehr teuer.

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