Gaming-Schreibtisch der Zukunft: Razer stellt sein Project Sophia vor

Stefan Trunzik, 06.01.2022 13:25 Uhr
Die CES 2022 nutzt Razer, um seine eigene Vision für die Zukunft des Gamings und Home-Computings vorzustellen. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht das "Project Sophia", ein Schreibtisch-Konzept samt integriertem modularen Desktop-PC und riesigem 65-Zoll-Bildschirm. Dass PC-Enthusiasten ihre Gaming-Maschinen als Alternative zum klassischen Desktop-Gehäuse in Schreibtische verbauen und passend beleuchtet zur Schau stellen, konnte man in den letzten Jahren nicht nur auf diversen Modder-Veranstaltungen sehen, Hersteller wie Lian Li haben das Konzept bereits in Serie gebracht. In eine ähnliche Richtung geht das auf Gamer spezialisierte Unternehmen Razer, das sich mit Project Sophia allerdings "vollständig modular und anpassbar" aufstellt.

Razer Project Sophia

Razer Project Sophia

Alles in einem: Desktop-PC, Display, Schreibtisch und Zubehör

Der modifizierbare Gaming-Schreibtisch der Zukunft soll über 13 separate Module verfügen, die je nach persönlicher Unterbringung aufgabenspezifische Bereiche auf der Arbeitsfläche definieren. So könnten sekundäre Bildschirme oder Touchscreens in den Schreibtisch eingelassen werden, die zur Systemüberwachung, als Audiomischpult oder Stifttablet herhalten. Ebenso ist von der Unterbringung von Aufnahmekarten für Streamer und Co. die Rede.

Sämtliche Komponenten, darunter auch Module für aktuelle Intel-Prozessoren und Nvidia-Grafikkarten, sollen magnetisch auf einer Leiterplatte einrasten, die sich an der Unterseite des via Razer Chroma farbenfroh beleuchteten Glastisches befindet. Upgrades von Kernkomponenten und zusätzlicher Hardware könnten somit vergleichsweise einfach gestaltet werden. Zusätzlich bestückt man das Konzept mit einem 65 Zoll großen OLED-Display. Und dabei hat es Razer nicht nur auf Gamer abgesehen.

"Die Module wurden für alle Arten von Nutzern entwickelt: Kreative können Touchscreen-Digitizer, Tablets und kreative Werkzeuge einbauen, um Hotkeys und Makros zu optimieren, während Gamer sich auf Module für Hi-Fi-Audio und visuelle Leistung konzentrieren können. Streamer können Project Sophia in ein komplettes Broadcast-Setup mit Kamera, Mikrofon und Steuerung verwandeln, während diejenigen, die eine effizientere Arbeitsumgebung suchen, mit einem Produktivitäts-Hotkey-Modul, einem kabellosen Ladegerät und einem Tassenwärmer effektiv und bequem multitasken können."

CES 2014: "Sophia" weckt Erinnerungen an "Christine"

Razers Vorliebe für modulare Desktop-PCs entwickelte sich vor genau acht Jahren mit dem zu seiner Zeit neuartigen "Project Christine". Ob man mit "Sophia" in naher Zukunft eine Marktreife erreichen wird, ist ungewiss. Für Gamer und Kreative ist das Konzept aber durchaus interessant.

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