Samsung wird 2022 zum "Tiger": Mit neuer Strategie gegen Apple & Co.

Roland Quandt, 04.01.2022 15:32 Uhr 3 Kommentare
Samsung hat offenbar große Pläne für das Jahr 2022. Die für mobile Geräte zuständige Sparte des koreanischen Elektronikkonzerns will mit einer "Tiger" genannten neuen Strategie Jagd auf Konkurrenten wie Apple machen und sich langfristig die Marktführerschaft sichern. Wie die Zeitung Korea Herald berichtet, hat Samsung intern eine neue Strategie für seine "Mobile Experience"-Sparte beschlossen, die erst vor Kurzem gegründet wurde und kurz "Samsung MX" genannt wird. Der neue Plan wird "Tiger" genannt, wobei es sich angeblich um ein Akronym handelt, hinter dem sich die Ziele für das Jahr 2022 verstecken.

Es gehe darum, die "True Number One", also die "echte Nummer Eins" in allen Kategorien zu werden, die den Marktanteil im Flaggschiff-Segment ausbauen ("Improve Flagship Market Share"), den Abstand zu Apple zu verkleinern ("Gap between Apple"), die Präsenz der mobilen Produkte aus Unterkategorien zu erweitern ("Expanding") und ein neues Rekordjahr ("Record Year") anzustreben, heißt es.

Samsung will mit Zubehör mehr verdienen & mehr High-End verkaufen

Wer aufgepasst hat, sieht, dass die Anfangsbuchstaben der englischen Formulierungen zusammen das Wort "Tiger" ergeben. Hintergrund ist angeblich unter anderem der Umstand, dass das 2022 das "Jahr des Wassertigers" ist. Hinter dem für so manchen Großkonzern und seine Marketing- oder Vertriebsabteilungen typischen Motivationsgerede steckt im Grunde der Wunsch, mehr Geld mit Produkten abseits von Smartphones zu verdienen, deren Verkaufszahlen und vor allem die Durchschnittsverkaufspreise weiter zu steigern.

Die "MX"-Sparte verfolge die Vision, sich von einem reinen Smartphone-Anbieter zu einem "Intelligent Device"-Anbieter zu entwickeln, heißt es so auch. Man wolle nicht mehr nur eine Technologie-Marke sein, sondern zu einer bei jungen Kunden beliebten Marke werden, die innovative Nutzungserlebnisse bietet, so der Bericht unter Berufung auf Aussagen von TM Roh, der Samsungs Mobilsparte leitet.

Um seine Ziele zu erreichen, muss Samsung allerdings auch einige Hürden überwinden. So hatte man zuletzt mit einer schlechten Verfügbarkeit von High-End-SoCs für Smartphones zu kämpfen, die dazu führten, dass sich die Einführung des Galaxy S21 FE massiv verzögerte. Außerdem haben neue Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie eine starke Reduktion der Flash-Fertigung in Samsungs Werken in China zur Folge, so dass die Speicherversorgung ins Stocken geraten könnte.
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