Samsung: SSD-Preise könnten durch Produktionsprobleme bald steigen

Roland Quandt, 03.01.2022 15:25 Uhr 7 Kommentare
Samsung könnte entgegen des aktuellen Trends im Speichermarkt in Kürze die Preise seiner Solid State Drives (SSD) erhöhen, so zumindest die Einschätzung diverser Quellen aus der Industrie. Hintergrund sind angeblich Produktionsprobleme. Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der dort ansässigen Hardware-Industrie berichtet, dürfte Samsung in den kommenden Wochen und Monaten die Preise seiner SSDs erhöhen, weil die hauseigene Produktion von Flash-Speichermodulen durch die in China verhängten neuen Lockdown-Maßnahmen ins Stocken geraten ist.

Weniger Flash-Speicher, weniger SSDs, höhere Preise

Beobachter gehen davon aus, dass Samsung die Produktion von Flash-Speichermodulen in seinem Werk in der chinesischen Stadt Xi'an um bis zu 40 Prozent reduzieren muss. Nötig wird dies, weil der koreanische Konzern von den Maßnahmen der örtlichen Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie betroffen ist. Aufgrund eines starken Anstiegs der Infektionsszahlen wurde die Bewegungsfreiheit der Menschen in Xi'an zuletzt massiv beschränkt.

Weil ein Rückgang der Produktion von Flash-Modulen in China direkte Auswirkungen auf die Fertigung kompletter SSDs von Samsung hat, gilt es nun als wahrscheinlich, dass Samsung die Preise anziehen wird. Auch für den Gesamtmarkt könnte dies Auswirkungen haben, denn Samsungs Aktionen haben als einer der führenden Anbieter häufig mehr Folgen als man vielleicht denken mag.

So reduzierten zuletzt zwar einige SSD-Hersteller ihre Preise gegenüber dem Großhandel, um dadurch die Nachfrage anzufragen, welche vor allem in China stagniert. Allerdings gehen die Beobachter davon aus, dass Preiserhöhungen durch Samsung eine Art Welle von Preiserhöhungen durch andere Hersteller nach sich ziehen könnten.

Ìnwiefern die Preise tatsächlich ansteigen, ist derzeit noch offen. Wahrscheinlich wird sich die Entwicklung in den nächsten Wochen klarer abzeichnen, da die PC-Hersteller wohl erst Mitte Januar beginnen, wieder neue Komponenten einzukaufen, nachdem das Weihnachtsgeschäft jetzt hinter ihnen liegt.

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