Jahr 2022-Problem behoben: Microsoft startet Update für Y2K22-Bug

Nadine Juliana Dressler am 02.01.2022 14:07 Uhr
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Microsoft hat sich trotz Feiertage und Notbesetzung bereits zu dem Y2K22-Bug geäußert - und einen Hotfix be­reit­ge­stellt. Mit dem Jahreswechsel war es zu einem un­er­war­te­ten Problem gekommen, das dazu führte, dass E-Mails mit Exchange nicht verschickt wurden.

Das ging nun schneller als gedacht: Mit dem 1.1.2022 tauchte bei Exchange Servern ein Verarbeitungsproblem mit dem Datumsformat auf, am 2.1.2022 ist das Problem schon mit einem Update behoben. Schon gestern machte eine Übergangslösung (Workaround) die Runde, mit dessen Hilfe jeder, der On-Premises Exchange-Server betreibt, den Nachrichtenversand wieder starten konnte. Inzwischen gibt es ein automatisches Skript, das die Ordnung wiederherstellt.

Der schwerwiegende Fehler in der Datums-Konvertierung von Microsoft Exchange kam so zustande, da das Datum als Wert "2.201.010.001" angezeigt wird. Dieser Wert übersteigt aber das, was die Server mit dem aktuellen Datentyp Int32 verarbeiten können, dort ist bei "2.147.483.647" Schluss.

Infolgedessen stürzte die Malware-Prüfungs-Engine ab, und E-Mails und Nachrichten blieben in den Transportwarteschlangen von Exchange Servern 2016 und 2019 stecken. Nutzer bekamen Fehler im Anwendungsereignisprotokoll angezeigt (Fehler 5300 und 1106).

Information von Microsoft

Microsoft bestätigte zunächst, dass man sich des Problems bewusst sei und an einer Lösung arbeite:

"Wir sind uns eines Problems bewusst und arbeiten daran, das dazu führt, dass Nachrichten in Transportwarteschlangen auf Exchange Server 2016 und Exchange Server 2019 stecken bleiben. Wir arbeiten aktiv an der Lösung dieses Problems und erwarten, dass wir im Laufe des Tages Details zur Behebung des Problems veröffentlichen."

Skript jetzt starten

Das Unternehmen hat sein Versprechen gehalten und mittlerweile eine Lösung für das Problem veröffentlicht. Microsoft stellt sowohl eine automatische Lösung mit einem Skript zum Zurücksetzen der Scan-Engine als auch eine Lösung mit manueller Eingabe bereit. Details dazu findet ihr unter https://aka.ms/ResetScanEngineVersion. Das Skript kann parallel auf mehreren Servern ausgeführt werden und ist die einfachste Lösung.

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