Neues Mobilfunknetz von 1&1: Masten und Backbone sind gesichert

Christian Kahle, 10.12.2021 10:52 Uhr 4 Kommentare
Die Grundlagen für den zügigen Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland sind gelegt: Der Provider 1&1 hat sich den Zugang zu mehreren tausend Mobilfunk-Masten gesichert, an denen man nun die eigene Technik installieren kann. Die United Internet-Tochter hat jetzt vermeldet, dass man einen Mietvertrag mit Vantage Towers abschließen konnte. Dabei handelt es sich um den ausgegliederten Masten-Betrieb des Netzbetreibers Vodafone. Bis zum Jahr 2025 sollen nun Techniker von 1&1 an rund 3800 Standorten die eigene Technik mit an die Infrastruktur montieren, dort wird sie dann mindestens 20 Jahre bleiben können.

Zu den Anlagen gehören nicht nur eigenständige Türme, sondern auch Standorte auf Dächern in den Innenstädten. Gerade in diesen Lagen sind neue Positionen nur schwer zu bekommen, so dass der Vertrag für 1&1 eine zusätzliche wichtige Grundlage für den Aufbau seines Mobilfunknetzes darstellt. Das Abkommen beinhaltet darüber hinaus die Option, den Umfang der Masten-Mieten auf rund 5000 Standorte zu erweitern.

Wichtige Grundlage

Angesichts dessen, dass 1&1 nach den derzeitigen Planungen erst einmal 12.000 Standorte für Sendeanlagen aufbauen will, um sein neues Mobilfunknetz betreiben zu können, deckt der gestern unterzeichnete Vertrag bereits einen wesentlichen Teil der benötigten Standorte ab. Neben der Anmietung von Antennen-Plätzen umfasst der Vertrag auch die Unterstützung bei der Installation der Technik durch Mitarbeiter von Vantage Towers, was den Aufbau des neuen Netzes noch einmal deutlich beschleunigen sollte.

Trotzdem bleibt der Aufbau eines komplett neuen Mobilfunknetzes natürlich eine Mammutaufgabe - insbesondere, wenn dies in einer Situation erfolgt, in der die Konkurrenten bereits seit Jahren über etablierte Infrastrukturen und Kundenbeziehungen verfügen. Daher setzt der Neuling auf verschiedene Kooperationen und konnte gestern ebenfalls einen Vertrag mit Versatel Deutschland über die Nutzung von Backbone-Kapazitäten und Datenzentren abschließen.

Siehe auch: Neues Mobilfunknetz von 1&1: Ausbau soll in Kürze durchstarten
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