Elektroauto-Akkus sind günstig wie nie - doch das wird nicht so bleiben

oder

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[o1] happy_dogshit am 01.12. 12:15
+8 -
Das Problem ist wo aufladen? Ich bin Mieter einer Wohnung, in einem Mehrfamilienhaus. Ich kann keine Wallbox anbringen und Ladesäulen gibt es bei uns keine... Daran denkt scheinbar niemand.
[re:1] dahoood am 01.12. 12:29
+1 -
@happy_dogshit: Aktuell ist das echt eine Zumutung. Bei uns haben die im Ort angefangen zumindest an den öffentlichen Plätzen Stationen aufzubauen. WEGs sind grad damit beschäftigt sich zu einigen ihre Tiefgaragen auszustatten - beim aktuellen Tempo, wirds 2025 soweit sein, wenn die Rentner sich nicht wieder zu schwäbisch verhalten. Die meisten Arbeitgeber hier bieten den Angestellten mittlerweile Lademöglichkeiten…aber alle haben sie eines gemeinsam: 10 Ladestationen für hunderte Pendler.
[re:1] Irgendware am 01.12. 13:20
+ -
@dahoood: Es braucht gewiss keine Wallbox für jeden Pendler mit E-Fahrzeug. Ein Fahrzeug muss für die meisten Pendler nicht täglich geladen werden, dann gibt es die Leute, die zu Hause laden können.
Dennoch sind 10 auf, sagen wir, 500 natürlich krass wenig. Wenn für 10% der Fahrzeuge eine Wallbox am Arbeitsplatz bereit stünde, müsste das aber eigentlich reichen.
[re:2] Evonics am 02.12. 00:59
+ -
@happy_dogshit:
Ihre Problemsituation betrifft doch wirklich nur eine Minderheit von Millionen von Menschen. Laut Werbung leben alle in einem Einfamilienhaus und die 30.000+ Euro Fahrzeuge kann sich auch jeder easy leisten.
[re:3] rallef am 02.12. 14:48
+ -
@happy_dogshit: Es soll ja nicht jeder elektrisch fahren... Irgendjemand muss die Subventionen auch bezahlen die anderswo ausgegeben werden.

Als Mieter bist du hast nicht Zielgruppe, sondern Nettozahler.
[re:4] Niclas am 13.12. 14:12
+ -
@happy_dogshit: Man müsste das ganze Thema so angehen: An Tankstellen die Anzahl der Zapfsäulen um die Hälfte reduzieren und diese durch E-Ladesäulen ersetzen. Dann klappt das.
Als Benziner- oder Dieselfahrer hat man ja schließlich auch keine eigene Zapfsäule in der Garage oder vor dem Haus - egal ob im Eigenheim oder Hochhaus.
[o2] Thunderbyte am 01.12. 12:36
+3 -1
"Elektroautos sind, wenn man nicht gerade eine Förderung oder sonstige Ermäßigung bekommt, ein recht teures Vergnügen - zumindest im Vergleich zu herkömmlichen Autos."

Das stimmt halt nunmal in dieser Allgemeingültigkeit so einfach nicht. Wenn man nur den Anschaffungspreis sieht, mag das stimmen, ja. Allerdings sind die laufenden und versteckten Kosten (Treibstoff, Wartung, Steuer, Wertverlust bei Verkauf u.a.) da nicht berücksichtigt. Außerdem wird von heutigen Treibstoffpreisen ausgegangen (wenn diese überhaupt reingerechnet werden), die Treibstoffpreise werden aber alleine schon wegen den CO2 Abgaben steigen.

Die Kostenstruktur ist bei eAutos einfach eine andere. Man zahlt mehr "up front", um dann im Verlauf des Autolebens zu sparen.

"Denn Materialkosten (der Nickel-Preis ist etwa um 24 Prozent gestiegen) werden vermutlich dazu führen, dass der Preis pro kWh im nächsten Jahr wieder leicht steigen wird"

Und wieso sollte das bei Akkus wie LFP, in denen überhaupt kein Nickel enthalten ist, so sein? Ergo nochmals eine Annahme, die von einem begrenzten Horizont heute und nicht von den Entwicklungen, die sich jetzt schon abzeichnen, ausgeht.

"Wenn es keine anderen Verbesserungen gibt, die diese Auswirkungen abmildern"

Gibt es aber, insofern ist die Aussage der steigenden Akkupreise Quatsch.
[re:2] mulatte am 01.12. 21:10
+ -
@Thunderbyte: Ja wie läuft eigentlich der Verkauf von gebrauchten E-Autos. Ich würde mir keine gealterte Batterie holen wollen.
[re:1] noComment am 01.12. 22:40
+ -
@mulatte: Die Frage kann dir noch niemand beantworten. Aber eins ist gewiss, die Laufzeiten bis zum abwracken werden kürzer, weil es sich einfach nicht rentiert nach Ende der Batteriegarantie noch Geld für einen Austauschakku auszugeben.
VW gibt mir für meinen ID.3 8 Jahre Garantie auf die Batterie (70 Prozent Restkapazität oder 160 000km).
Sehe da z. B. kein Problem für Leasingfahrzeuge mit moderater Kilometerleistung, die nach 3 Jahren gewechselt werden und auf den Gebrauchtwagenmarkt landen.
(Stand anno 2021).
[re:2] Thunderbyte am 02.12. 15:25
+ -
@mulatte: Der Verkauf von gebrauchten eAutos läuft hervorragend. Ich habe im Nov eben eines verkauft. Der erzielte Preis war spitze, nach 2 Jahren rund 4% "Verlust" vom Neuwagen. Jeder Verbrenner ist 30% weniger wert, wenn er nur bei der Abholung vom Hof fährt.

Zur Alterung der Batterien möchte ich gerne auf https://electrek.co/2018/04/14/tesla-battery-degradation-data/ verweisen. TLDR: die Akkus halten länger als die meisten Verbrennermotoren, nach 250.000km liegen die Akkus immer noch bei 90% Kapazität.
[re:3] rallef am 02.12. 14:50
+ -
@Thunderbyte: Deiner Argumentation folgend braucht es die ganzen Subventionen also gar nicht? OK...
[re:1] Thunderbyte am 02.12. 15:21
+ -
@rallef: Doch, aktuell schon noch. Das Delta ist momentan noch zu hoch, um einen Umstieg "für jedermann" zu ermöglichen. Das wird aber bis 2025 weniger werden, oder sogar andersrum eAutos günstiger als Verbrenner. Dann brauchts aus dem Blickwinkel keine Förderung mehr.

Ein weiterer Grund für Förderungen ist der klimapolitische Wunsch, mehr eAutos auf den Markt zu bringen und CO2 Produktion zu reduzieren. Vor dem Hintergrund ist eine Förderung unabhängig von o.g. zu betrachten.
[o3] tacheles_76 am 01.12. 12:51
+1 -1
was ist, wenn die bestandteile der akkus aufgebraucht sind? neue antriebstechnik *erfinden*?
[re:1] leilafan am 01.12. 13:00
+4 -1
@tacheles_76: was ist wenn es kein Öl mehr gibt ? neue Antriebstechnik "erfinden" ?
[re:2] PakebuschR am 01.12. 14:29
+1 -
@tacheles_76: Recycling, kobaltfreie Akkus, ...
[re:3] Thunderbyte am 01.12. 17:54
+3 -
@tacheles_76: Die Bestandteile des Akkus werden GEbraucht, nicht VERbraucht. Wenn das Auto Schrott ist, werden diese Rohstoffe wieder zu 95% recycled und in neuen Akkus (oder anderswo) wiederverwendet.
Benzin kannste nicht "recyclen".
[o4] Fanta4all am 01.12. 12:56
+ -
Eigentlich könnte der Preis noch fallen. Kongurenzdruck der noch im aufbau befindlichen Batteriefertigungen. Entwicklung bleibt ja auch nicht stehen.
Wenn die Resourcenpreise steigen, dann mus wo anders wieder gespart werden.
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