E-Autos: Bund startet ein neues neues Förderprogramm für Ladepunkte

Christian Kahle am 23.11.2021 15:05 Uhr
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Der Aufbau einer besseren Infrastruktur für Elektrofahrzeuge wird jetzt mit einem weiteren Förderprogramm des Bundes vorangetrieben. 350 Millionen Euro werden über die staatliche Förderbank KfW für den Bau von Ladepunkten zur Verfügung gestellt.

Kürzlich ist nach mehreren Verlängerungen das Wallbox-Programm für Privatleute ausgelaufen. Der aktuell noch geschäftsführende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat nun ein neues Programm aufgelegt, bei dem Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zum Zuge kommen sollen. Diese können nun in ähnlicher Form Unterstützung erhalten, wie es zuvor bei privaten Nutzern möglich war.

Bis zu 70 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten für einen Ladepunkt - maximal allerdings 900 Euro - übernimmt hier das Förderprogramm des Staates. Beantragt werden kann die Beteiligung von Unternehmen und von Kommunen, die auf ihren Stellplätzen eine entsprechende Strom-Infrastruktur bereitstellen wollen. Die Ladepunkte müssen dafür nicht ausschließlich von der Firmenflotte genutzt werden, es können auch Beschäftigten entsprechende Angebote unterbreitet werden.

Bitte nur Ökostrom

"Schätzungsweise 60-85 Prozent aller Ladevorgänge finden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt. Deswegen muss Ladeinfrastruktur überall dort entstehen, wo die Autos ohnehin über längere Zeit parken. Hinzu kommt: Etwa zwei Drittel aller PKW-Neuzulassungen sind Dienstfahrzeuge. Mit der Förderung von Ladeinfrastruktur auf den Parkplätzen von Unternehmen und Kommunen stärken wir daher gleich zwei wichtige und stark nachgefragte Anwendungsfälle", erklärte Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur.

Die mit der Förderung errichtete Ladeinfrastruktur muss sich an Stellplätzen auf Grundstücken befinden, die zur gewerblichen und kommunalen Nutzung oder zum Abstellen von Fahrzeugen der Beschäftigten vorgesehen sind. Unterstützt werden Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt. Eine weitere Förder-Voraussetzung besteht darin, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern eingekauft wird, um die Stationen zu versorgen. Anträge können ab heute bei der KfW eingereicht werden.

Siehe auch: Förderung privater Wallboxen: KfW-Topf von 800 Mio. Euro ist jetzt leer
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