Activision Blizzard: Mehr als 1300 Mitarbeiter fordern Rücktritt des CEOs

Witold Pryjda am 19.11.2021 17:17 Uhr
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Die Vorfälle bei Activision Blizzard sind und bleiben das Thema der Stunde in der Spieleindustrie. Denn die Tatsache, dass CEO Bobby Kotick von sexueller Belästigung und sogar Vergewaltigung wusste, könnte ihn den Kopf kosten. Das jedenfalls fordern mehr als 1300 Mitarbeiter.

Die Luft an der Spitze von Activision Blizzard wird immer dünner: Denn ein Medienbericht hat Anfang der Woche aufgedeckt, dass Chief Executive Officer Bobby Kotick wesentlich mehr über die jüngsten Vorwürfe hinsichtlich sexueller Belästigung und Diskriminierung wusste, als er bisher zugegeben hat.

Mitarbeiter stehen schon seit dem Auftauchen der Vorwürfe auf Kriegsfuß mit dem Management, doch nach den jüngsten Enthüllungen scheint immer mehr Leuten der Kragen zu platzen. Denn eine von der ABK Workers Alliance, einer Arbeitnehmerorganisation von Activision Blizzard-Mitarbeitern, organisierte Petition kommt mittlerweile auf mehr als 1300 Unterschriften - insgesamt beschäftigt der Publisher rund 9500 Menschen.

In der Petition heißt es: "Wir, die Unterzeichner, haben kein Vertrauen mehr in die Führung von Bobby Kotick als CEO von Activision Blizzard. Die Informationen, die über sein Verhalten und seine Praktiken bei der Führung unserer Unternehmen ans Licht gekommen sind, widersprechen der Kultur und der Integrität, die wir von unserer Führung verlangen - und stehen in direktem Widerspruch zu den Initiativen, die von unseren Kollegen gestartet wurden."

Die Mitarbeiter fordern, dass Kotick als CEO zurücktritt. Mehr als das: Die Aktionäre sollen einen neuen Chief Executive Officer ohne den Einfluss Koticks auswählen dürfen, da dieser "einen erheblichen Teil der Stimmrechte der Aktionäre besitzt".

Jeder siebente Mitarbeiter unterschrieb

Die 1300 Unterzeichner stellen etwa 14 Prozent aller Angestellten dar. Die Zahl derer, die einen Kotick-Rücktritt begrüßen würde, ist sicherlich wesentlich höher. Der Industrie-Analyst Daniel Ahmad erklärt auf Twitter: "Die Menschen haben Angst, entlassen zu werden oder auf der schwarzen Liste der Branche zu landen."

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