GeForce Now: Nvidia drosselt Frameraten beim Spiele-Streaming

Christian Kahle am 16.11.2021 10:50 Uhr
Die Gamer wollen 60 FPS, die Gamer bekommen 60 FPS. Auf diesem Mantra baut das Marketing der Anbieter von Spiele-Streamingdiensten gern auf. Ausgerechnet Nvidia wird von seinen Nutzern nun aber dabei ertappt, es mit der Zusage nicht so genau zu nehmen.

Das gilt zumindest für die Nutzer der Priority-Mitgliedschaften bei GeForce Now, die pro Halbjahr rund 50 Euro kosten. Hier hatten einige Nutzer nachgeschaut und kamen bei einer ganzen Reihe von Spielen auf wesentlich niedrigere Werte. So ist schon lange klar, dass Nvidia die Frameraten von Cyberpunk 2077 nicht ausreizt, sondern hier nur 45 FPS anbietet.

Ähnliches zeigt sich aber auch bei verschiedenen anderen Games. Assassin's Creed Odyssey und Immortals Fenyx Rising kommen beide nicht über die 50-FPS-Marke hinaus. Diverse andere Titel wie Jurassic World Evolution bleiben fest bei 50 FPS stehen. Darüber haben sich natürlich diverse Nutzer des Dienstes auf Social Media-Plattformen beklagt, so dass sich der Anbieter dann doch zu einer Stellungnahme genötigt sah.

Auch bei RTX 3080 nicht ausgeschlossen

Seitens des Unternehmens hieß es, dass man durchaus bei den meisten der über 1100 Spiele im Katalog des Dienstes Frameraten von 60 FPS bereitstelle. Es gebe aber einige Ausnahmen, bei denen etwas weniger geliefert wird. Das sei abhängig von den Grafikkarten, die die Spieler lokal verwenden, hieß es. Letztlich stelle man hier mit einem Kompromiss sicher, dass die Abonnenten jeweils die beste Qualität erhalten.

Bei den RTX 3080-Abos, die für den doppelten Preis zu bekommen sind, gibt es diese Kappung derzeit nicht. Allerdings behalte Nvidia sich auch hier vor, im Zweifelsfall die Leistung lieber etwas herunterzuregeln, wenn es andernfalls zu Problemen bei der Darstellung kommen könnte. Allerdings dürfte dies kaum der Fall sein, da jedem Nutzer hier im Datenzentrum auch wirklich eine RTX 3080-Grafikkarte zur Verfügung gestellt wird, während bei den preiswerteren Varianten teilweise zwei User von einer Karte bedient werden.

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