Corona-Warn-App bringt euch jetzt datensparsam durch Luca-Check-ins

Christian Kahle am 10.11.2021 10:29 Uhr
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Wer nach allen Negativ-Meldungen den Anbietern der Luca-App nicht über den Weg traut, muss beim Check-in auf Veranstaltungen oder Locations nun nicht mehr die Zettel-Alternative wählen. Denn auch die Corona-Warn-App lässt sich hier nun nutzen.

Aufgrund der zahlreichen Probleme bei der Sicherheit dürften viele Nutzer Abstand davon genommen haben, die Luca-App auf ihren Endgeräten zu installieren. Allerdings dringen die Berichte über die Schwierigkeiten mit dem System oft nicht zu Betreibern von Restaurants, Clubs und Co. vor, so dass man am Eingang immer wieder auf die Luca-QR-Codes trifft und als einzige Alternative Zettel und Stift bereitliegen. Ein Vorwurf lässt sich hier kaum machen, denn die Verantwortlichen in den Ländern waren nicht bereit einzugestehen, dass sie hier schlicht einem geschickten Marketing auf den Leim gegangen sind und ohne genaue Prüfung Millionen-Beträge investierten. So wirkt Luca weiterhin als der offizielle Weg zur Kontaktverfolgung.

Die offizielle Corona-Warn-App bietet allerdings auch schon längst eine Möglichkeit zum Check-in an verschiedensten Orten, was dann deutlich datensparsamer abläuft. Allerdings erfordert dies bisher, dass die Betreiber vor Ort einen zweiten QR-Code für die Nutzer der Corona-Warn-App bereitstellen, was im Grunde nur sehr selten vorkommt.

Umgekehrt gehts nicht

Nun allerdings kann man sich mit der App trotzdem einloggen, denn sie versteht nun auch die QR-Codes, die vom Luca-System generiert wurden. Sollte dann an dem Standort ein Infektions-Vorfall auftreten, würde man wie gewohnt von der Corona-Warn-App informiert werden, auch wenn es keinen Kontakt zum Smartphone des Betroffenen gab.

Die umgekehrte Richtung, also das Scannen von Corona-Warn-App-Codes mit der Luca-App, funktioniert allerdings nicht. Denn Luca beruht auf der Weitergabe von Kontaktdaten der Nutzer an die jeweiligen Gesundheitsämter. In der Corona-Warn-App werden hingegen keine Daten der Nutzer erhoben, die weitergegeben werden könnten. Darüber hinaus weist das Robert-Koch-Institut (RKI) als Betreiber darauf hin, dass auch beim Abgleich mit den QR-Codes Lucas keine Nutzerdaten zwischen den Systemen ausgetauscht werden.

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