Tesla Model S: Teardown zeigt spannende Hardware mit Wasserkühlung

John Woll am 08.11.2021 19:25 Uhr
15 Kommentare
Ein Teardown schaut dem Model S Plaid nicht unter die Haube, sondern auf die Platine. Seit Januar 2021 verbaut Tesla hier neue Hardware für alle IT-Anwendungen. Wie der inoffizielle Einblick zeigt, haben die Entwickler einen komplexen Aufbau mit Wasserkühlung realisiert.

Ganz schön komplexes Sandwich-Design

Tesla hatte Anfang des Jahres werbewirksam betont, dass das Infotainment-System des Model S Plaid auf dem Leistungsniveau der PlayStation 5 liegt - diese kommt auch im neuen Model X und S zum Einsatz. Bisher hatte das Unternehmen grobe Eckdaten zum Aufbau des "Car Computer" geliefert, ein Teardown von Ingineerix erlaubt jetzt aber einen wesentlich ausführlicheren und sehr spannenden Einblick auf das komplexe System.

Überblick der Bauteile im Tesla-Computer des Model S Plaid:

Wie Ingineerix betont, vereint das Bauteil sowohl die Hardware für das leistungsstarke Infotainment-System als auch für den Computer, der die Verarbeitung von Signalen für "Autopilot"-Funktionen übernimmt. Tesla platziert das Bauteil auf der Beifahrerseite hinter einer Plastikabdeckung unter der Fußmatte.



Beim ersten Blick stechen dabei sofort die beiden Anschlüsse für die Wasserkühlung ins Auge. Eine Luftkühlung wäre für das kompakte System mit einer Gesamtleistung von rund 350 Watt nicht ausreichend. Auf der ersten Platine zeigt sich zunächst das LTE-Modem, das als eigenes Modul für den einfachen Austausch in anderen Märkten ausgelegt ist. Ebenfalls zu sehen: Eine Batterie für das Gateway, Bauteile der Stromversorgung sowie RAM-Module.

Spannend wird es dann auf der Rückseite dieser Platine: Hier platziert Tesla seinen angepassten Ryzen-Prozessor zusammen mit NVMe-Speicher. Interessantes Detail: Das Gateway, ebenfalls hier verbaut, nutzt für seine Logs eine 16 GB Speicherkarte. Dazu kommen drei Audio-Verstärker-Chips mit entsprechenden Output-Filtern, sowie zwei Signalprozessoren.

Die zweite Platine findet über PCIe Anschluss und beheimatet den Grafikchip. Tesla setzt auf einen angepassten Navi-23-Chip, der auf 8 GB GDDR6-Videospeicher zugreift. Den übrigen Raum nimmt Hardware zur Kühlung ein: Kupfer-Heatspreader für die CPU und GPU. Durch eine große Kühlplatte erfolgt dann die Abtrennung zum Computer für die Autopilot-Funktion, der auf zwei Prozessoren setzt, die von Tesla entwickelt wurden.
15 Kommentare lesen & antworten
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
Folge WinFuture auf Google News
Verwandte Themen
Tesla
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies