Bundesnetzagentur musste bereits tausende Rufnummern stilllegen

Christian Kahle am 04.11.2021 13:52 Uhr
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Bei der Bundesnetzagentur läuft der Kampf gegen die missbräuchliche Nutzung von Telefonnummern auf Hochtouren. In diesem Jahr sind durch die Behörde bereits tausende Nummern stillgelegt worden und die Betreiber dürfen ihre Geschäfte auch nicht weiterführen.

Das bedeutet in erster Linie, dass es untersagt ist, weiterhin Rechnungen oder Mahnungen zu verschicken oder andere Maßnahmen zum Eintreiben von Geldern zu betreiben. Solche Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote sind seit Januar gegen über 8500 Rufnummern verhängt worden, berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf einen internen Bericht der Bundesnetzagentur. Gegen 4000 Nummern wurden auch Auszahlungsverbote verhängt. Hier dürfen die Netzbetreiber dann Gelder, die über Telefonrechnungen einkassiert wurden, nicht weiterleiten.

In den meisten Fällen wurden die betroffenen Rufnummern genutzt, um unerlaubte Werbeanrufe durchzuführen. Und wer sich hier nicht an die gesetzlichen Regelungen hält, nimmt es mit der Legalität meist auch bei den beworbenen Angeboten nicht so genau. Häufig handelt es sich hier um betrügerische Abzock-Angebote.

Fax-Spam ist immer noch groß

Eine Häufung gab es zuletzt aber auch beim Versand von Phishing-SMS. Hier kommen Textnachrichten mit einem Link, der vermeintlich auf eine Paket-Sendungsverfolgung oder ähnliches verweist, in Wahrheit aber gedacht ist, Daten vom User auszuspionieren. Teilweise wird auch Malware heruntergeladen. Da es im SMS-System kaum funktionierende Spam-Filter gibt, rät die Bundesnetzagentur, solche Links auf keinen Fall anzuklicken.

Und auch eine Kuriosität hält sich in den Statistiken der Bundesnetzagentur wacker: Die Behörde hatte es in diesem Jahr bereits mit 14.000 Beschwerden zu tun, weil unerwünschte Werbung an Faxgeräte geschickt wurde. Hier dürfte auf den ersten Blick vor allem verwundern, dass es überhaupt noch so viele Nutzer von Fax-Geräten gibt.

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