Chipkrise führt beim Autokauf zu immer längeren Wartezeiten

[o1] brixmaster am 03.11. 15:03
+3 -5
Chip Krise bei Autos ist u.U.etwas positives.
Wenn weniger davon gekauft wird, bzw Bestandsautonutzer ihr altes Gefährt deshalb weiter nutzen ohne sich was neues kaufen zu können oder zu wollen.

Schlimmer ist jenes bei Konsumgüterprodukten oder Grafikkarten.
[re:1] dahoood am 03.11. 15:17
+2 -3
@brixmaster: Weniger verkaufte Autos hilft leider nicht den 833.000 direkt Beschäftigten weiter. Das wird leider vergessen, dass ein Auto nicht nur von einem Menschen "konsumiert" wird, sondern auch viele Menschen beschäftigt und unterhält. Und bestimmt hast du ein paar Menschen im Bekanntenkreis, die zumindest mittelbar von der Industrie profitieren. Also ja, hat bisschen was positives, aber nicht unbedingt besonders viel.
[re:1] Link am 03.11. 15:29
+3 -1
@dahoood: Erzähl das den Leuten, die am liebsten ab morgen ein absolutes Privatautoverbot hätten.
[re:1] dahoood am 03.11. 16:08
+4 -1
@Link: Das sind leider immer die Menschen, die vergessen haben, dass Wohlstand, der uns solche Ideen erlaubt, irgendwoher kommen musste. Wahrscheinlich sind das sogar die Kinder, deren Eltern am Daimler-Fließband das Reihenhäusle finanziert haben. Naja, hoffentlich kommen wir nie dazu, dass solche Ideen getestet werden müssen.
[re:1] upLinK|noW am 03.11. 19:11
+2 -1
@dahoood: Es ist u.a. Luisa Neubauer aus dem Reemtsma-Clan. Die muss sich keine Sorgen um irgendwas machen wofür man Geld braucht.
[re:2] Black._.Sheep am 03.11. 18:14
+ -1
@Link: Das ist wohl eher die vlt. laute aber kleine Minderheit.
[re:2] robs80 am 03.11. 16:30
+3 -2
@dahoood: Das ewige Gespenst der hohen Arbeitslosenzahl wenn die Autoindustrie reduziert wird. 850T Arbeitslose sind ca. 1,8% die die Arbeitslosenquote steigen würde. Wenn man dann noch die Zulieferer dazunimmt, sind wir vielleicht bei 4-5%. Zwar nicht toll, aber verkraftbar, für den unwahrscheinlichen Fall das von heute auf morgen alles zu macht was in der Automobilbranche arbeitet. Es gibt in DE deutlich größere Kaliber als die Automobilbranche.
[re:1] Rocko am 03.11. 17:07
+2 -3
@robs80: Deine Rechnung ist eher oberflächliches denken. Was machen denn die, die in der Automobilbranche gutes Geld verdienen? Richtig, es ausgeben, für Gastro, Freizeitaktivitäten, Urlaub, Konsumgüter.

Die bekommen dann auch keine Aufträge mehr, bzw. brechen dort die Zahlen weg, werden dort wieder welche entlassen, die sich dann ebenfalls weniger leisten können.

Milchmädchen Rechnung von dir.
[re:1] robs80 am 03.11. 17:31
+3 -2
@Rocko: und die anderen 44 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland machen das nicht? Deine Antwort ist eher oberflächlich und Kurzsichtig. Es wird hier und dort Kollateralschäden geben, die mittelfristig abgebaut werden, da die ganzen Leute ohne Job ja jetzt nicht einfach zuhause sitzen bleiben und warten bis Sie sterben. Nein es werden eher neue Arbeitsplätze geschaffen, neue Ideen verwirklicht usw. Ih kenne einige die Sich in der Automobilbranche ein kleines Kapital für die eigene Firma aufgebaut haben und mittlerweile gute Arbeitgeber sind.
[re:2] upLinK|noW am 03.11. 19:15
+1 -1
@robs80: Kannst Du mal ein, zwei oder mehr Beispiele für "neue Arbeitsplätze" nennen, die da geschaffen werden?
[re:3] robs80 am 03.11. 20:32
+2 -
@upLinK|noW: Schaue mal in das Ruhrgebiet. Da wurde staatlich die gesamte Kohleindustrie Platt gemacht. Die sind, wenn nicht in Rente gegangen alle wieder in Lohn und Brot. Einige haben sich neu aufgestellt (Lohnfertiger) oder Anlagenbau usw.
Dasselbe passiert auch in der Lausitz. Auch hier werden jetzt die Weichen gestellt um die Arbeitsplätze anderweitig aufzubauen (Tourismus etc.)
[re:2] dahoood am 04.11. 08:29
+ -
@robs80: Das ist kein ewiges Gespenst. Du schaust dir ja offensichtlich nur die absoluten Zahlen an und gehst von einem relativen Einknicken der Arbeitslosenzahlen aus. Mal einfach ein Gedankenspiel, was es bedeutet, wenn "nur" 4 % plötzlich in einer verarbeitenden Industrie arbeitslos werden (Der Vergleich mit Kohlebau ist zwar nicht wirklich passend, aber man kann den Effekt auch grad im Saarland beobachten):

Stehen in Wolfsburg die Bänder still, sind eine Reihe von Lokalen Unternehmen betroffen, von der Wurstbude, bis hin zum H&M in der Innenstadt, da Menschen ohne Einkommen rglm. zu Verzicht tendieren. Kredite können evtl nicht mehr bedient werden und schlagen sich auf weitere Industrien nieder, bspw. Banken, Dienstleister, Bau-Branche, bis hin zur privaten schwarzarbeitenden Reinigungskraft.

Das geht so weiter und zieht über einen Zeitraum von locker 10 Jahren, bis die Menschen adaptieren oder die nächste Generation schubst.
Es ist einfach vermessen zu glauben, dass so eine Sache an einem spurlos vorbeigeht, wenn plötzlich mehr als eine Millionen Menschen Arbeitslos werden und damit im Schnitt 3 Personen (Mutter, Vater, Kind) kein Einkommen mehr haben.
Anstelle irgendwas zu verbieten, sollten wir einen sauberen Transit bevorzugen, aber das wird auch auf allen Ebenen attakiert (Regierung labert nur und ließen sich bisweilen negativ lobbiieren, CEOs wie Diess sprechen die Wahrheit aus und Betriebsräte blockieren, etc.)
[re:3] P-A-O am 04.11. 07:21
+ -1
@dahoood: die meisten davon werden eh bald den Job verlieren. Da ja demnächst eine Regierungsbeteiligung von Ökoextremisten ansteht und die über kurz oder lang (eher kurz) das Auto loswerden wollen braucht die Dinger ehrlich gesagt auch keiner mehr bauen. Wer Autofreie Städte propagiert und mir, nur weil ich in einer Stadt lebe die Nutzung verbietet.....Autobauer sind für Stadtbewohner die Koksbauern der Zukunft.
[re:2] joggie1980 am 03.11. 15:40
+1 -2
@brixmaster: was soll daran positiv sein , dir ist schon klar wieviele Jobs daran geknüpft sind . Und länger fahren schön und gut , das heißt aber auch nicht für Werkstätten das die mehr Arbeit bekommen . Es ist seit Jahren ein Rückschritt in den Werkstätten zu verzeichnen , weil viele selber rum docktern, weil das Geld eh schon bei vielen knapp ist . Erst wenn wieder mehr gebaut wird von den e oder hybride , wird es auch wieder mehr in den Werkstätten.
[re:3] FatEric am 03.11. 15:57
+2 -
@brixmaster: Also es wäre mir absolut neu, dass Autos ausgemustert werden, bevor gar nichts mehr geht (mal von der Abwrackprämie abgesehen) Autos sind keine Handys, die in Schubladen landen. Ein geringeres Angebot führt dann eher zu höheren Preisen, was dann vielleicht zwar wirklich dazu führt, dass Autos nochmals repariert werden, bevor sie im Schrott landen, der Effekt ist aber nur von kurzer Dauer. Sobald die Karren dann wieder in vernünftiger Stückzahl lieferbar sind, gibt es einen enormen Nachholeffekt.
[re:1] dahoood am 03.11. 16:11
+ -
@FatEric: Vor allem, weil unsere "ausgemusterten" Autos noch ein Leben um den Globus führen und so lange im Ausland gefahren werden, bis sie völlig auseinander fallen...nachhaltig und irgendwie auch sozial...Mercedes-Benz 190D, noch heute ein Bestseller in Afrikanischen Staaten :-D
[re:4] jackii am 03.11. 17:05
+ -
@brixmaster: Hm, was ist denn der Unterschied zu Grafikkarten? Ein Auto ist in der Regel schon wichtiger als Gaming, vor allem aktueller Titel auf hoher Einstellungen. Wäre so dann doch auch positiv wenn weniger Elektroschrott kaufen können bzw. ihre alte Graka länger nutzen.. oder mal ein Buch lesen statt CoD zu suchten..
Da es dabei großteiles um eAutos geht, ist es auch nicht gerade sinnvoll sie nicht auf die Straße zu bekommen. Sie stehen halbfertig rum und kommen dann alle auf einmal, womit auch keinem geholfen ist.
[o2] Ramset am 03.11. 16:43
+ -
Also bei VW warte ich derzeit schon 8 Monate und geplant ist 10 Monate. Wobei geplant so eine Sache ist... Wird ja immer wieder verschoben.
[re:1] MichaW am 03.11. 18:01
+ -
@Ramset:
Meine Tochter bei Hyundai 8 Monate, geplant waren 3 Monate.
Lieferung nicht in Sicht.
[o3] Windows 10 User am 03.11. 19:32
+1 -1
Ich persönlich habe bei meinem 5er Golf Variant mit 1.4er 16V 80PS nach und nach fast Alles was TÜV und Zuverlässigkeitsrelevant ist reparieren lassen, er wird nächstes Jahr 13 und ich hoffe dass er uns noch viele Jahre begleiten wird, er hat Stand jetzt 174.000km auf der Uhr. Die Fahrwerksfedern vorn werden jetzt im Dezember noch gemacht und dann kommt der Ölwechsel gleich noch mit. Dann sollte im Juli 2022 dem TÜV nichts mehr im Wege stehen. :)
[re:1] Link am 05.11. 09:54
+1 -
@Windows 10 User: Ach, das ist doch fast noch ein Neuwagen, mein Volvo ist 23, hat über 370.000 auf dem Tacho und der (checkheftgepflegte) Motor läuft immer noch wie neu. Ja, ab und zu irgendetwas sicherheitsrelevantes an der Aufhängung, aber ansonsten sehe ich keinen Grund, warum das Teil nicht noch mindestens 10 Jahre halten sollte, die Motoren können über halbe Million ohne weiteres, wenn man sie nicht durch fehlende Wartung mutwillig zerstört. Und der Klang des 2,5L R5 ist auch gar nicht mal so schlecht. :D
[re:1] Windows 10 User am 05.11. 11:29
+ -
@Link: Ja wie bei mir, lediglich vorn und Hinten musste ich das Fahrwerk komplett erneuern lassen. :)
[o4] starship am 04.11. 01:26
+5 -
Worüber beschweren sich die Leute eigentlich? Auf'n Trabi mußte man 10-12 Jahre warten, und das ging auch. So werden eben die vorhandenen Fahrzeuge länger genutzt, was ohnehin nachhaltiger ist. Dieses "ich brauch jedes Jahr 'ne neue Karre" hab ich noch nie verstanden. :-p
[re:1] Windows 10 User am 04.11. 07:14
+1 -
@starship: Ja das stimmt schon, aber man muss auch sehen wieviele Autos in den letzten Jahrzehnten teilweise so gebaut wurden, dass entweder irgendwas am Auto kaputt geht oder eben ein kapitaler Totalschaden bei 200.000km entsteht und ein neuer Wagen her musste. Bin mal gespannt wie lange mein 5er Golf Variant es noch tut, momentan bin ich bei 174.000km. :)

Von Rost augenscheinlich keine Spur. :)
[re:2] Link am 05.11. 09:58
+2 -
@starship: Sag ich auch immer, besser die vorhandenen Autos bis zur Schrottpresse fahren, es hilft der Umwelt bzw. dem Klima genau nichts, wenn sie statt hier irgendwo in Afrika (und dann auch ohne regemäßiger AU) die Luft normal verschmutzen bis hin zu verpesten, wie es hier niemals erlaubt wäre.
[re:1] Windows 10 User am 05.11. 11:32
+1 -
@Link: Wenn ich überlege was da drüben teils für Schrottkisten rumfahren, hauptsache rollt irgendwie, auch wenn der Motor schon fett am Husten ist.... :D
oder

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